Herderschach.de – Pokal im Schulschach

Bild "Unser" Turnier

Zum ersten Mal lud die Herderschach-AG Schulmannschaften aus ganz Deutschland in unser Haus ein. Damit sollte das Turnierangebot um eine Gelegenheit bereichert werden, bei der Mannschaften verschiedenen Alters aufeinander treffen. Die Erfahrungsunterschiede wurden durch ein neuartiges Wertungssystem ausgeglichen, welches den jüngeren Teams zusätzliche Bonuspunkte zusprach.
Alle Ergebnisse, viele Fotos und weitere Berichte sind über das Menü am rechten Rand zu erreichen.

Wir freuen uns sehr, dass insgesamt 11 Mannschaften am Start waren. Besonders schön ist es, dass die Gäste aus Laupheim (Landesmeister von Baden-Württemberg) und Ueckermünde (Spitzenverein im Jugendschach von Mecklenburg-Vorpommern) den weiten Weg auf sich nahmen. Ohne Übertreibung kann man sagen, dass Deutschland von Südwest bis Nordost fast komplett abgedeckt war.

Nach 5 Runden im Schweizer System wurde das Feld in 3 Finalgruppen geteilt. In spannenden Partien setzten sich in allen drei Finalgruppen die Teams des Herder-Gymnasiums durch.
Unsere A-Mannschaft gewann das Turnier überlegen vor den sympathischen Gästen aus Laupheim und unseren Freunden von der Georg-Büchner-Oberschule. Platz 4 ging an die Sonnenblumen-Grundschule, die heute ihre besten Spieler ersetzen musste, aber dennoch zwei schlagkräftige Teams an den Start brachte.
Platz 5 und 9 für die B- und C-Mannschaft des Gastgebers runden unseren erfolgreichen Auftritt ab.

Abschlusstabellen – – – Einzelergebnisse

Die besten Einzelspieler Bild

Bei der Siegerehrung wurden auch die besten Einzelspieler geehrt. Fünf Spieler überstanden das Turnier mit makelloser 100%-Bilanz – vier davon aus dem siegreichen Herder-Team.
Bester Spieler mit 8 aus 8 am 3. Brett wurde Bruno Triebus von der Georg-Büchner-Oberschule (im Bild rechts mit seinem Trainer Mario Wolf). Ebenfalls auf 8 Punkte aus 8 Partien kamen an Brett 4 und 5 die Herder-Schüler Robin Toebs (an seinem 12. Geburtstag!) und Leon Rolfes. Ihre Teamkameraden Yiyang Huang und Erik Nissen erreichten je 6 Punkte aus 6 Partien.
Weitere 7 Spieler gaben nur je einen Punkt ab, darunter mit Liem Gabriel und Marten Kiesel zwei Akteure des C-Finales.

Das Experiment

Bild Sowohl der Wertungs- als auch der Turniermodus hatten experimentellen Charakter. Beide haben sich heute bewährt.

Dank der Aufteilung in eine Vorrunde im Schweizer System und drei Finalturniere sahen wir viele spannende Kämpfe. Die besten Mannschaften trafen je 2x aufeinander. Am Ende bestätigten alle Finalgruppen jene Reihenfolge, die schon nach der Vorrunde bestanden hatte – 5 Runden waren also genau richtig.
Schließlich sorgte die Dramaturgie des Spielplans an allen Brettern für echte Finalspiele in der letzten Runde – besser geht es nicht!

Über den Modus mit Bonuspunkten für die jüngere Mannschaft kann man noch kein abschließendes Urteil fällen. In einigen Fällen waren die Leistungsunterschiede so groß, dass auch 4 oder 5 Bonuspunkte nicht halfen. In 3 (von 40) Spielen wurde das Ergebnis durch die zusätzlichen Punkte völlig umgekehrt, darunter im entscheidenden Spiel um Platz 2. In weiteren 4 Fällen war der Altersbonus je einen Mannschaftspunkt wert.
Das scheint eine gute Quote zu sein: In den allermeisten Duellen gewann die schachlich überlegene Mannschaft – doch die "Kleinen" bekamen ihre Chance.
Alle Mannschaften gingen mit dieser ungewohnten Regel sehr konstruktiv und fair um. Niemand haderte mit dem Schicksal, auf diese Weise Punkte einzubüßen – und wenn jeder Spieler einer Mannschaft um 6 Jahre älter ist als sein Gegner, muss eben auch mehr als ein 5:3 auf die Bretter gebracht werden…

Bild Laupheim on Tour

Unsere weit gereisten Gäste aus Baden-Württemberg nutzten das Turnier zu einem langen Wochenende in der Bundeshauptstadt.
Mit einem abwechslungsreichen Programm mit vielen Höhepunkten schufen sie sich ein unvergessliches Erlebnis, in dessen Mittelpunkt zwei Schachturniere standen. Darüber hinaus besuchten sie zahlreiche Sehenswürdigkeiten unserer Stadt und waren im Reichstag Gast ihres heimatlichen Volksvertreters. (Foto rechts: In der Reichstagskuppel)
Auch unsere Schüler bewiesen sich als freundliche Gastgeber und offenbarten zwei Herder-Geheimtips: Sebastian und Aptin führten die Freunde aus Laupheim in Berlins beste Eisdiele und an unseren Lieblings-Badesee.
Die Verbindung des Schachturniers mit einer lehr- und erlebnisreichen Reise erscheint uns als ein nachahmenswertes Modell.

Lesen Sie den ausführlichen Bericht der Laupheimer Schüler.