Unser A-Team WK-III in der Schnellschachmeisterschaft

Spieler Rd. 1 Rd. 2 Rd. 3 Rd. 4 Rd. 5 Rd. 6 Rd. 7 Punkte Einsätze
Robin Toebs 1 1 1 1 ½ 1 1 7
Leon Rolfes 1 1 0 1 1 1 1 6 7
Tilman Brämick 1 1 0 1 1 0 0 4 7
Erik Nissen 1 1 1 1 1 1 1 7 7
Dehua Duan + ½ 1 1 1 1 1 7
Lukas Grünbeck + 1 1 1 1 1 1 7 7
Tabellenspitze
1. Herder-Gymnasium14 : 0 – 37,0 BP
2. Herder-Gymnasium II12 : 2 – 31,5 BP
3. Max-Planck-Gymnasium10 : 4 – 21,0 BP

14 Mannschaften

Unsere Ergebnisse:
– Fritz-Karsen-Schule II(14.)6,0 : 0,0
– Heinrich-Mann-Oberschule(7.)5,5 : 0,5
– Herder-Gymnasium II(2.)4,0 : 2,0
– Nelson-Mandela-Schule(4.)6,0 : 0,0
– Max-Planck-Gymnasium (11. Schule)(3.)5,5 : 0,5
– Thomas-Mann-Oberschule(9.)5,0 : 1,0
– Heinrich-Hertz-Gymnasium(5.)5,0 : 1,0

Mit Wehmut denkt der Berichterstatter an spannende Schnellschach-Meisterschaften zurück, bei denen ein halbes Dutzend gleichrangiger und spielstarker Mannschaften um die Medaillen kämpfte. Das emotionale Erlebnis dieser Turniere ist auch nach Jahren noch frisch in Erinnerung.
Heute war alles ganz anders: Einmal mehr zeigte sich das problematische Leistungsgefälle im Berliner Schulschach sehr deutlich. Unsere A-Mannschaft wurde nicht ernsthaft gefordert und holte mit rekordverdächtiger Bilanz den Titel. Nur die eigene zweite Garnitur konnte ernsthaft am Thron rütteln, hatte sich ein Unentschieden redlich verdient.

Solche Siege bringen uns nicht weiter. Im Gegenteil: Sie sind schädlich für die Entwicklung junger Schachspieler, wenn sich der Eindruck verfestigt, man könne mit halber Kraft Titel und Medaillen einsammeln. So stellte sich auch heute manche Nachlässigkeit ein und es gelang nicht, alle Wettkämpfe mit 6:0 zu gewinnen. Das aber wäre die einzige sportliche Herausforderung gewesen…

Natürlich haben unsere Spieler hervorragende Einzelbilanzen erreicht – aber allzu schwer wurde es ihnen eben nicht gemacht. Eigentlich hatte nur das Heinrich-Hertz-Gymnasium mit dem 9(!)jährigen Robert Denkert einen konkurrenzfähigen Schachspieler aufgeboten.

Mit Erik und Lukas holten heute genau jene Spieler das Maximalergebnis, die solche leichten Siege noch nicht als Selbstverständlichkeit hinnehmen, sondern in jeder Partie mit vollem Einsatz kämpfen und ihren Platz im Team rechtfertigen wollen. Dehua punktete ebenso überragend, doch lächelte ihm gleich zweimal das Glück zu. Auf 6,5 Punkte kam auch Robin, der sich schon oft genug gegen Gegner von anderem Kaliber beweisen konnte.

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Die souveränen Berliner Schnellschach-Meister:
Robin, Erik, Lukas, Leon, Dehua und Tilman
Selten waren Leon und Robin zu solcher Konzentration gefordert.
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Erik brillierte mit 100%. Tilman ließ zwar 3 Punkte liegen, doch an Einsatz und Kampfgeist mangelte es nicht. Der Blick auf die Tabelle zeigt, dass Dehua und Lukas enormen Anteil am Titelgewinn hatten.

Bericht und Fotos: Thomas Binder