Einzelmeisterschaft der Berliner Schulen WK-III

Bei diesem interessanten Turnier hatten einige unserer Spieler eine echte Bewährungsgelegenheit, die sonst etwas im Schatten ihrer Kameraden mit Vereinspraxis stehen. Alle 6 sind im zu Ende gehenden Schuljahr gut voran gekommen und konnten das heute beweisen. Besonders hervorzuheben ist die tolle Stimmung und der ehrliche Teamgeist – ein Merkmal, das Herder-Schüler auch bei Einzelturnieren immer wieder auszeichnet.
Um die Ergebnisse zu würdigen, muss man wissen, dass heute die Wettkampfklassen II und III ein gemeinsames Turnier spielten und wir somit zu den Jüngsten gehörten.

Die Ergebnisse
Platz Spieler Rd. 1 Rd. 2 Rd. 3 Rd. 4 Rd. 5 Rd. 6 Rd. 7 Punkte
3. Aptin Haerian 1 1 0 1 1 ½ 1
8. Khai Van Tran 0 1 1 1 1 0 1 5
17. Nicolas Rek 1 1 0 0 1 ½ ½ 4
19. Jacky Cheung 1 0 1 1 0 0 1 4
34. Julian Lohbreier 1 0 0 1 1 0 0 3
42. Alexander Franz ½ 0 0 0 1 1 0

53 Teilnehmer


Bild Aptin spielte sein bislang bestes Turnier. Es fügt sich nahtlos in eine Reihe guter Ergebnisse der letzten Monate ein. Mit seinem reifen Auftreten, ruhiger und besonnener Spielweise hob er sich von vielen Teilnehmern wohltuend ab. Die ersten Siege waren noch etwas glücklich, dann wurde auch die schachliche Leistung von Runde zu Runde besser. Aptin unterlag nur dem Gewinner der Silbermedaille und krönte seinen Auftritt mit einer Zauberpartie in der letzten Runde: Eine Art fried-liver-Attack im Eigenbau (mit Schwarz) – sauber durchgerechnet über 6 Züge vom Springeropfer bis zum Matt – da war selbst der Gegner begeistert…

Bild Bild Khai Van überzeugte mit der gewohnt soliden Leistung. Ein Patzer zum Auftakt warf ihn nicht aus der Bahn. Mit vier Siegen arbeitete er sich wieder an die Spitzenbretter, unterlag dann in einer beiderseits starken Partie dem Titelverteidiger und sicherte sich mit überzeugendem Sieg in der Schlussrunde noch einen Top-Ten-Platz.

Nicki konnte heute zu Recht vor Freude und Stolz übersprudeln. Bei ihm ist es ja besonders wichtig, dass er einen guten Start ins Turnier erwischt. Das gelang heute nach Maß und danach lief es fast immer wie gewünscht. Er unterlag nur gegen Spieler der Spitzengruppe und freute sich über einen verdienten Platz im oberen Drittel der Tabelle.

Bild Bild Jacky konnte erneut sein Können unter Beweis stellen. Er hielt lange mit den Besten mit. Erst gegen Ende forderte die Kondition ihren Tribut. Sieben Runden bei großer Hitze und einem sehr straffen Zeitplan sind eben auch kräftemäßig eine ernste Herausforderung.

Ähnlich erging es Julian. Seine Leistung war deutlich besser, als es die Platzierung ahnen lässt. Auch ihn verließen gegen Ende etwas die Kräfte. Zudem haderte er mit dem Ausgang der vorletzten Partie: Mit einem Mehrbauern im Turmendspiel lehnte Julian das Remisgebot ab, stellte aber unmittelbar danach seinen Turm ein – schade.

Schwerer Start für Alexander. Oft paarten sich zu zaghaftes Spiel und Zeinot zu einer ziemlich giftigen Mischung. Doch er ließ sich davon nicht entmutigen, blieb gut gelaunt und optimistisch. Mit zwei Siegen konnte er sich noch deutlich von den hinteren Plätzen absetzen.


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