Abrafaxe-Turnier 2009

Abrafaxe-Turniere sind für Spieler und Betreuer immer ein ungeheuer intensives Erlebnis. 6 – 7 Stunden steht man voll "unter Strom" und am Ende des Tages freut man sich schon auf die nächste Auflage. Anstrengung und Konzentration haben sich auch diesmal wieder für alle Beteiligten gelohnt.

Dabei ist zuerst dem eingespielten Team von Borussia Friedrichsfelde zu gratulieren, das die nochmalige Vergrößerung des Traditionsturniers mit fast 300 Teilnehmern aus 7 Bundesländern problemlos bewältigte.

Allerdings hat sich der Charakter des Abrafaxe-Turniers etwas gewandelt, weil man die bisherige DWZ-Beschränkung aufgab. So nahmen gleich mehrere Spieler teil, die noch vor einer Woche unser Land erfolgreich bei der Deutschen Einzelmeisterschaft vertraten. Welchen pädagogischen Sinn der Start bei einem klassischen Breitensport-Event für diese Schüler haben soll, müssen ihre Vereine beantworten…

Wir hielten an unserem bewährten Konzept fest, bei diesem Wettkampf einer breiten Phalanx von Spielern der zweiten Reihe eine Chance zu geben. Konsequent verzichteten wir auf das DSSM-Bronze-Team, die früheren Turniersieger und weite Teile der Herder-A-Mannschaften. Billig verdiente Medaillen sind nicht unser Ziel – jeder Spieler soll Gelegenheit bekommen, sich auf Turnieren passender Spielstärke zu beweisen.
Diese Bemerkungen möge man im Hinterkopf behalten, wenn man das zahlenmäßige Abschneiden der Herderschach-Delegation mit früheren Jahren vergleicht.

Wir fanden heute außergewöhnlich schwer ins Turnier. Am Anfang waren viele dicke Nullen zu notieren. Doch von Runde zu Runde kamen unsere Spieler immer besser zurecht und konnten zum größeren Teil ihre Ziele erreichen: 4 Spieler kamen mit je 5 Punkten in die absolute Spitzengruppe. Einige weitere hielten Anschluss und platzierten sich im oberen Mittelfeld. Aus Sicht der Trainer war besonders erfreulich, dass viele Spieler sich vom durchwachsenen Start nicht entmutigen ließen und mit schönem Endspurt noch in vordere Regionen aufrückten.
Gerade unsere Debütanten haben heute wichtige Erfahrungen gesammelt und werden davon schon in naher Zukunft profitieren.

Fast schon eine Selbstverständlichkeit: Auch diese Herderschach-Generation zeichnet sich durch überlegte Zeiteinteilung aus. Immer wieder sind es unsere Spieler, die noch am Brett sitzen, wenn sich der Turnierraum schon weitgehend geleert hat. Dass diesmal Johanna ganz oft die größte Ausdauer hatte, war auch für die Betreuer eine neue und schöne Erfahrung.

Ausführliche Kommentare sind auf den drei Bilanzseiten zu finden.

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Ob das nicht etwas übertrieben war… Eine ganz neue Erfahrung:
Schachfiguren im Zebra-Look
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Fleißige Helfer sorgen für das leibliche Wohl… … und uns schmeckt's.