Schnellschachturnier der WK-IV

Zum Ende des Schuljahres spielen die (noch) nicht vereinsgebundenen Schüler um die "Berliner Schülermeisterschaft". In einem zahlenmäßig kleinen aber qualitativ gut besetzten Feld knüpfte unser Team nahtlos an die Ergebnisse der Vorjahre an. Wir bringen immer mehrere Spieler in die Spitzengruppe – aber zum Titelgewinn fehlt meist ein kleines Stückchen. Dieses "kleine Stückchen" kam diesmal aber absolut überzeugend daher: Der überlegene Turniersieger Arif Bilcen von der Nahariya-Grundschule war eine Klasse für sich.

Platz Spieler Rd. 1 Rd. 2 Rd. 3 Rd. 4 Rd. 5 Punkte
2. Linus Dilewski 1 1 (0) (1) 1 4
4. Vincent Freytag 1 (0) (1) 1 0 3
5. Moritz Matthies (1) (1) 0 1 0 3
9. Anton Hopmann 1 0 0 1 1 3
10. Jonathan Geuter 1 0 1 (0) 0 2
15. Björn Daase (0) 0 0 ½ 1

In Klammern die internen Duelle unserer Spieler – 18 Teilnehmer

Bild Wenn heute nicht alle Träume in Erfüllung gingen, lag es wohl vor allem daran, dass unsere Spieler nicht immer zu der sonst gewohnten Ruhe und Konzentration fanden. Sie ließen sich von dem schnellen Spieltempo der Konkurrenz anstecken. Schade – bei 20 Minuten Bedenkzeit hätte man eigentlich abgeklärter zu Werke gehen können.

Linus setzte die Folge überzeugender Turnierstarts der letzten Monate fort. Sein Platz in der Spitzengruppe ist vollauf verdient. Nur gegen einen eigenen AG-Kameraden musste er sich geschlagen geben. In der Schlussrunde überspielte er den bis dahin scheinbar auf Platz 2 zusteuernden Spieler souverän.

Bild Vincent spielte ebenfalls ein ganz starkes Turnier. Seine Gewinnpartie gegen Linus war das Beste, was der Trainer bisher von ihm gesehen hat. In der Schlussrunde saß Vincent am Spitzenbrett dem souveränen Turniersieger gegenüber. Dass er danach noch aus den Medaillenplätzen purzelte wurde durch den Sonderpreis als bester Spieler aus Klasse 5 wettgemacht.

Moritz gehörte bis zuletzt zu den Medaillenanwärtern. Im Gegensatz zu einigen Teamkameraden ließ er sich nicht zum Schnellspielen verleiten und lieferte eine Reihe guter Partien ab. Auch in der letzten Partie war er schon auf der Siegerstraße – das wäre die Silbermedaille geworden – verlor dann aber etwas den Faden und wurde von der Siegerin der Mädchenwertung noch eindrucksvoll ausgekontert.

Anton startete sehr gut, wurde aber wieder einmal von der ersten Niederlage etwas aus der Bahn geworfen. Zum Ende des Turniers hatte er sich wieder gefangen und stürmte noch die obere Tabellenhälfte. Leider war heute besonders Anton vom Blitz-Virus befallen. Seine Gewinnpartien sahen sehr gut aus, aber in Runde 2 und 3 hätte er sich etwas mehr Zeit nehmen sollen…

Jonathan agierte recht unglücklich. Das Ergebnis zeigt nicht sein wahres Leistungsvermögen. Er spielte viele lange und ausdauernde Partien. Sehr schön war es, wie er sich in nachteiligen Stellungen hartnäckig verteidigte. Nach der anstrengenden Partie gegen Linus in der Spitzengruppe reichte dann leider die Kraft für die letzte Runde nicht mehr.

Björn ist in den letzten Monaten sehr gut voran gekommen. Das war auch seinen heutigen Partien anzumerken. So hatte er gleich zum Auftakt sogar Moritz am Rand der Niederlage. Doch durch viel zu schnelles Ziehen brachte er sich noch um die Früchte der Arbeit. Gleich dreimal in Folge wurde er gegen höherpunktige Gegner gepaart – die FIDE-Regeln schließen das schon für zwei Runden aus, aber das Turnierprogramm konnte diese Regel wohl nicht berücksichtigen.
Die Enttäuschung über die Niederlagen war jeweils nur kurz und in der Schlussrunde wurde Björn für seinen sportlichen Kampfgeist noch mit einem Sieg belohnt.
Zuvor führte das beiderseitige hastige Ziehen in Runde 4 zu einer unübersichtlichen Situation, in der beide Spieler nicht mehr genau wussten, wo ihre Figuren standen. Auch die Schiedsrichter fanden keine befriedigende Lösung, entschieden zunächst gegen Björn. Der Gegner erklärte sich aber fairerweise bereit, mit der Stellung fortzusetzen, wie unser Spieler sie gesehen hatte. Björn stand dann sogar kurz vor dem Sieg, als sich die Spieler in gegenseitiger Fairness auf Remis einigten. Manchmal geht es eben ohne Schiedsrichter besser…

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Vorletzte Runde: Moritz, Vincent und Jonathan an den Brettern 2 bis 4 Das Motto unseres Trainers heißt:
Schach macht immer Spaß
Björn sieht das auch so.
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Oh oh – ich glaube, da hat Anton keine guten Karten. Auf dem Schachbrett sah es meist besser für ihn aus.
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Siegerehrung: Vincent als Sieger der Klasse 5 mit den Besten aus Klassenstufe 3 und 1
Linus als Vizemeister neben dem Zweitplatzierten der nachfolgenden Altersklasse