Schulhof-Einweihung 2009

Bild Mit einem schönen Fest bei herrlichem Wetter weihten wir am 30. April unseren neugestalteten Schulhof ein. Viele gute Ideen der Schüler wurden umgesetzt und so finden auf dem neuen Pausenhof alle Ansprüche Raum. Wer sich austoben will, kann die Sportflächen nutzen und auch für relaxte Gespräche und Zeit zum Kräftesammeln haben wir Platz bekommen.

Natürlich wird das Herder-Gymnasium seinem Anspruch als Schachschule gerecht. Zwei Großfeldbretter stehen den Schülern ab sofort in den Pausen zur Verfügung. Schon der erste Tag zeigte, dass es weit über den aktiven Kreis der Arbeitsgemeinschaft hinaus viele eifrige Schachspieler an unserer Schule gibt.
Die neue Anlage wird sicher weitere Interessenten anlocken. Der Schachbereich ist übrigens sinnigerweise so angeordnet, dass man uns auch von der benachbarten Kita aus beobachten kann. Wenn auf dem Schulhof Schach gespielt wird, versammelt sich dort sofort ein großer Fanclub und manch launiger Kommentar der Dreikäsehochs schallt über den Zaun – die Talentesichtung für die Zeit nach 2015 kann beginnen…

Vielfältige Aktivitäten prägten den heutigen Tag. Dabei war natürlich auch für das leibliche Wohl und musikalische Unterhaltung gesorgt.
Für uns stand das Eröffnungsturnier der neuen Schachanlage im Mittelpunkt. In Zweier-Teams und bei knapper Bedenkzeit wurden die neuen Figuren erprobt.

1. Runde
Tim Gabriel / Moritz Matthies – Oliver Stoll / Linus Dilewski0 : 1
Kevin Song / Khai Van Tran – Florian Junge / Julius Richter1 : 0
Julian Beuchert / Jonas Brenck – Andreas Weiler / Till Böttinger1 : 0
Margarita Kostré / Leon Rolfes – Lukas Eichner / Arda Yolci1 : 0

Favoritensiege in der 1. Runde. Aber darum geht es hier gar nicht – der Spaß stand ganz klar im Vordergrund. Die Kombination aus Großfeld und Schachuhr (10 Minuten Bedenkzeit) ließ uns manch beherzten Spurt quer über das Brett sehen und oft entschied am Ende die knappe Bedenkzeit.
Andreas und Till zeigten, dass auch außerhalb unserer AG beachtliche Talente schlummern. Florian und Julius lieferten als jüngstes Team einen beherzten Kampf.

Bild 2. Runde
Thilo Steinkrauß / Thomas Binder – Jonas Brenck / Julian Beuchert½ : 1½
Kevin Song / Khai Van Tran – Tilman Brämick / Maximilian Ringleb1 : 0
Oliver Stoll / Linus Dilewski – Khai Liem Tran / Onur Gecay0 : 1

Hier konzentrierte sich das Interesse der Beobachter natürlich auf den ersten (und einzigen) Auftritt der beiden AG-Leiter. Wir freuen uns besonders, dass der Schulleiter Herr Befort Zeit fand, in dieser Partie den symbolischen ersten Zug auszuführen (siehe Foto).
Zunächst hatten Herr Binder und Herr Steinkrauß noch große Probleme die Übersicht zu bewahren und fanden sich bald mit einem Minusturm wieder. Der wurde aber mit starkem Königsangriff zurück erobert und bei beiderseits knapper Bedenkzeit einigte man sich im Turmendspiel auf Remis.
Der Stichkampf wurde dann in einer Armageddon-Blitzpartie ausgetragen. Diesmal übersahen Jonas und Julian früh einen Doppelangriff, der sie einen Turm kostete. Doch die "Oldies" hatten entscheidende läuferische Nachteile und kamen bald in Zeitnot. Da war es offenbar falsch, den Angriff ruhig auszubauen und auf Damentausch zu spielen. Aber für einen direkten Mattangriff fand sich kein Weg.
So kam es wie es kommen musste: Mit nur noch wenigen Sekunden auf der Uhr wurde die Dame eingestellt…

Bild Halbfinale
Jonas Brenck / Julian Beuchert – Margarita Kostré / Leon Rolfes0 : 1
Khai Liem Tran / Onur Gecay – Kevin Song / Khai Van Tran0 : 1

Margarita und Leon gewannen auch ihre zweite Partie sicher mit starkem Angriff über die h-Linie.
Am anderen Brett gab es das pikante Bruder-Duell. Der Berichterstatter schnappte Khai Vans Bemerkung auf: "Wir müssen uns was einfallen lassen, Khai Liem macht keine Fehler."
Irgendwann fiel dann aber doch eine weiße Qualität und die Herren aus Klasse 9 brachten den Punkt sicher unter Dach und Fach.

Finale
Kevin Song / Khai Van Tran – Margarita Kostré / Leon Rolfes0 : 1

Auch im Endspiel blieben die Favoriten konzentriert und souverän. Frühzeitig hatten sie eine Figur erobert und mit der kurzen Bedenkzeit (jetzt 15 Minuten) haben sie natürlich kein Problem.
Verdient gewinnen Margarita und Leon unser Einweihungsturnier. Das war sicher der passende Aufgalopp vor der Deutschen Meisterschaft in einer Woche. Wenn wir dort genauso unverkrampfte Spielfreude zeigen, ist auch da was zu reißen.


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