Unser A-Team WK-IV in der Berliner Schulschachmeisterschaft 2009/2010

Spieler Rd. 1 Rd. 2 Rd. 3 Rd. 4 Rd. 5 Rd. 6 Rd. 7 Punkte Partien
Khai Liem Tran 1 1 1 1 1 1 0 1     1 1 0 0 9 12
Maximilian Ringleb 0 ½ 1 1     0 0 1 1 1 1 0 ½ 7 12
Linus Dilewski 0 ½ 1 1     1 0 1 1 1   1   9
Arda Yolci 1 0         0 0 1 1 1     1 5 8
Julius Tens     1 1 1 1     1 1   1 0 1 8 9
Jan Kliewer         1 1           0     2 3
Florian Junge         1 ½                 2
Tabellenspitze
1. Heinrich-Hertz-Gymnasium27 : 1 – 50,0 BP
2. Bouché-Grundschule22 : 6 – 43,5 BP
3. Herder-Gymnasium20 : 8 – 40,0 BP

(12 Mannschaften)

Mit Bronze in einer stark besetzten Meisterschaft haben unsere WK-IV-Spieler das Saisonziel erreicht. Gegen die beiden vor uns platzierten Mannschaften mit zahlreichen Kaderspielern fehlte noch etwas an Wettkampferfahrung und individueller Klasse. Auch das Unentschieden vom Saisonbeginn gegen eine weitere Spitzenmannschaft war eine Hypothek, die über die gesamte Saison mitgeschleppt wurde.
Auffällig und geradezu typisch für diese Altersklasse waren noch recht große Leistungsschwankungen. Zudem hatten einige unserer Spieler immer wieder Probleme mit der kurzen Bedenkzeit. Wenn sie in die WK-III aufrücken, wird das kein Thema mehr sein.


7. Runde am 16.03.2010 gegen die Bouché-Grundschule
Herder-Gymnasium 1 : 3
2½ : 1½
Bouché-Grundschule
Khai Liem Tran 0 : 1 0 : 1 Ronny Heldt
Maximilian Ringleb 0 : 1 ½ : ½ Daniel Klodt
Linus Dilewski 1 : 0   Dennis Jegielka
Arda Yolci   1 : 0
Julius Tens 0 : 1   Luca Bechtel
  1 : 0 Rafael Wicklein

Ein spannendes und gutklassiges Saisonfinale lieferten sich zwei der stärksten Berliner WK-IV-Mannschaften. Am Ende steht verdientermaßen auf jeder Seite ein Sieg. Allerdings war gerade im Hinspiel sogar noch mehr für uns möglich.
Khai Liem erarbeitete sich im ersten Spiel mit starker Partie eine Gewinnstellung gegen den aktuellen Berliner Meister seiner Altersklasse. Er hatte eine Leichtfigur mehr, als eine ärgerliche Unaufmerksamkeit den ganzen König kostete. Diese Riesen-Chance bekam er im Rückspiel natürlich nicht wieder serviert. Maximilian kämpfte wie so oft gegen einen Gegner mit zwei Zeigern und einem Zifferblatt. Die erste Partie ging in Zeitnot verloren, die zweite brachte ein achtbares Remis gegen einen weiteren U12-Finalisten. Dies war Maxis letzter WK-IV-Wettkampf. Im nächsten Jahr hat er endlich mehr Bedenkzeit…
Ganz stark trumpften unsere beiden Spieler am dritten Brett auf. Linus spielte einfach souverän und ließ in der späteren Analyse auch ein Vorausdenken über mehrere Züge erkennen. Arda gewann mit einer Mattdrohung früh die Dame und verwertete diesen Vorteil sicher. Als Mannschaftskapitän bewies er zudem die nötige Umsicht, sein Team bei Remisgeboten richtig zu dirigieren.
Auch am 4. Brett spielte die Schachuhr heute die Hauptrolle. "Nano" schaffte im Hinspiel das Umschalten auf schnelleres Spiel noch nicht und überschritt in verworrener Stellung die Bedenkzeit. Im zweiten Wettkampf gelang ihm wenige Sekunden vor Zeitablauf das Matt zum entscheidenden Sieg.


6. Runde am 02.03.2010 gegen die Grundschule im Blumenviertel
Herder-Gymnasium 4 : 0
3 : 1
Grundschule im Blumenviertel
Khai Liem Tran 1 : 0 1 : 0 Frieder Dölp
Maximilian Ringleb 1 : 0 1 : 0 Sebastian Witt
Linus Dilewski 1 : 0   Paul Bochnig
Julius Tens   1 : 0
Arda Yolci 1 : 0   Arthur Gröne
Jan Kliewer   0 : 1

Zwei sichere Siege nach – wie immer gegen die Freunde aus dem Blumenviertel – interessantem Kampf sind zu vermelden. Im Hinspiel ging es noch (zu) glatt. Arda bediente sich früh auf f7 und h8, wehrte dann auch den Gegenangriff aufmerksam ab. Linus profitierte von einem frühen Figureneinsteller und später von einer schön ausgenutzten Fesselung. Auch in Gewinnstellung zeigte er noch ein paar überlegte Manöver. Khai Liem siegte sicher und Maxi hatte nach einem Fingerfehler eine Figur gewonnen, die er wie immer ohne Aufregung verwertete.
Im zweiten Duell brachte uns "Nano" schnell in Führung. Da auch Maxi klaren Materialvorteil hatte, waren virtuell zwei Punkte auf der Habenseite. Gerade bei ihm kann man ja sicher sein, dass er solchen Vorteil nicht mehr leichtfertig vergibt. Dafür spielte der Gegner am Spitzenbrett auf Augenhöhe mit. "KLT" kam nur in ein absolut ausgeglichenes Schwerfigurenendspiel. Dies hätte remis enden sollen, doch der Gästespieler übersah eine einzügige Mattdrohung. Das war schon etwas tragisch für ihn. Die Niederlage von Jan war zu verschmerzen. In ausgeglichner Stellung entwickelte er seinen Läufer auf ein ungedecktes Feld, was dem Gegner einen Doppelangriff ermöglichte. Die Mehrfigur wurde von diesem dann souverän verwertet, was ja im Schulschach dieser Altersklasse auch längst nicht selbstverständlich ist.

Unser Team bleibt im Rennen um eine Medaille. In der Schlussrunde muss dafür aber wohl noch eine kleine Steigerung her.


5. Runde am 12.02.2010 bei der Richard-Grundschule
Herder-Gymnasium 4 : 0
4 : 0
Richard-Grundschule
Maximilian Ringleb 1 : 0 1 : 0 Loey Chahrour
Linus Dilewski 1 : 0 1 : 0 Rafael Ryniewski
Arda Yolci 1 : 0 1 : 0 Görkem Kale
Julius Tens 1 : 0   Yasin Cherid
  1 : 0 Mahmoud Furhut

Sicherer Sieg in der wie immer angenehm gastfreundlichen Richard-Grundschule. Maxi bekam mit Abstand den stärksten Widerstand zu spüren, musste im Hinspiel fast über die volle Zeit gehen. Schon bei einem früheren Besuch war uns sein Gegner als gutes Talent aufgefallen. Die drei übrigen Spieler hatten wesentlich weniger Mühe. Am schnellsten ging es in beiden Runden bei Arda. Linus und "Nano" ließen zeitweise den direkten "Zug zum gegnerischen Tor" etwas vermissen, brachten ihre Siege aber dabei nicht in Gefahr.


4. Runde am 05.01.2010 gegen das Heinrich-Hertz-Gymnasium
Herder-Gymnasium 1 : 3
1 : 3
Heinrich-Hertz-Gymnasium
Khai Liem Tran 0 : 1 1 : 0 Richard Pixa
Maximilian Ringleb 0 : 1 0 : 1 Georg Siegemund
Linus Dilewski 1 : 0 0 : 1 Robert Denkert
Arda Yolci 0 : 1 0 : 1 Nicolas Klodt

Eine Reihe von Zeitnotschlachten prägte heute den Wettkampf zweier der seit Jahren führenden Berliner Schulschach-AGs. Nicht unerwartet hatten dabei unsere Gäste in beiden Runden klar die Nase vorn und sind nun auf dem Weg zum Meistertitel wohl nicht mehr aufzuhalten.
Alle ihre Spieler gehören seit Jahren zur Spitzengruppe des Berliner Kinderschachs, haben Berlin schon bei zahlreichen Deutschen Meisterschaften (Einzel, Vereinsmannschaft bzw. Schulschach) erfolgreich vertreten.
Khai Liem kam diesem Spielniveau heute noch am nächsten. Maxi hatte mit der Schachuhr mal wieder einen zusätzlichen Gegner und Linus gewann immerhin einmal gegen seinen deutlich erfahreneren Gegner.


3. Runde am 03.12.2009 bei der Schilling-Schule
Herder-Gymnasium 4 : 0
3½ : ½
Schilling-Schule
Khai Liem Tran 1 : 0 1 : 0 Bulut Tolu
Julius Tens 1 : 0 1 : 0 Tom Zimmermann
Jan Kliewer 1 : 0 1 : 0 Dennis Selchow
Florian Junge 1 : 0   Hussein El-Hamoud
  ½ : ½ Andreas Heipt

In diesen Grippewochen tut es gut, wenn man sich auf eine breite Basis turnierfähiger Spieler verlassen kann. So sprangen Jan und Florian kurzfristig in die Bresche. Obwohl beide sicher bei ihrem ersten Start im Herder-A-Team aufgeregt waren, haben sie ihre Sache gut gemacht. Jan, der ja schon aus NRW einige Turniererfahrung mitbringt, wirkte ruhig und souverän. Florian nutzte seine Bedenkzeit fast vollkommen aus. In der ersten Partie hätte er den Sieg sicher auch etwas nervenschonender einfahren können, im Rückspiel unterlief ihm trotz drückender Überlegenheit ein Patt.
Dass dieser Lapsus keine Folgen für den Mannschaftssieg hatte, garantierten die beiden Cracks an den vorderen Brettern. "KLT" und "Nano" gaben dem Team mit klaren Siegen die notwendige Sicherheit.


2. Runde am 05.11.2009 bei der Johann-Peter-Hebel-Grundschule
Herder-Gymnasium 4 : 0
4 : 0
Johann-Peter-Hebel-Grundschule
Khai Liem Tran 1 : 0   Dennis Boge
  1 : 0 Tony Nguyen
Maximilian Ringleb 1 : 0 1 : 0 Philipp Höhne
Linus Dilewski 1 : 0   Leonard Ster
  1 : 0 Alexander Tokstad
Julius Tens 1 : 0   Luca Rhotert
  1 : 0 Tim Hoffmann

Mit einem ungefährdeten Sieg brachte sich unsere Mannschaft zurück in die Erfolgsspur. Die sympathischen Gastgeber konnten uns noch nicht ernsthaft fordern. Vor allem der Spieler an Brett 2 zeigte aber, dass auch er und seine Teamgefährten gut voran kommen können. Doch Maxi erfüllte seine Aufgabe mit der gewohnt besonnenen Spielweise. Diesmal kam er auch nicht in Zeitnot – schon deshalb weil der Gastgeber gar keine Schachuhren bereitstellen konnte…


1. Runde am 08.10.2009 gegen die Erich-Kästner-Grundschule
Dilewski – Straatmann
Bild
Weiß darf den hinteren Bauern
nicht schlagen und der eigene
Bauer ist verloren.
Mit der Sprengung f2-f4-f5
sicherte Linus das Remis.
Herder-Gymnasium 2 : 2
2 : 2
Erich-Kästner-Grundschule
Khai Liem Tran 1 : 0 1 : 0 Juri Paulischkies
Maximilian Ringleb 0 : 1 ½ : ½ Vassilij Nadarajah
Linus Dilewski 0 : 1 ½ : ½ Julian Straatmann
Arda Yolci 1 : 0 0 : 1 Ivan Scholz

Unsere Jungs starten mit zwei Unentschieden gegen einen starken Gegner in die Saison. Was sie am Ende wert sind, werden die nächsten Monate zeigen. Nach dem Verlauf der Partien war heute sicher etwas mehr drin.
Ganz starker Auftritt von Khai Liem – so wünscht man sich die Partien am Spitzenbrett. Beim Abrafaxe-Turnier im Sommer lag "KLT" noch glatte 35 Plätze hinter seinem heutigen Gegner. Jetzt beherrschte er ihn in beiden Partien klar und brachte den Vorteil jeweils souverän nach Hause.
Maxi kann man im Moment wohl jede Bedenkzeit einstellen – er kommt immer in Zeitnot. So auch heute, wo dies vor allem in der zweiten Partie den sicheren Sieg kostete. Bei mehr Restzeit hätte Maxi wohl das Matt gefunden. Statt dessen musste er sich mit der Dame gegen zwei verbundene und weit vorgerückte Bauern mit Dauerschach begnügen. Wenn er das Bedenkzeitproblem in Griff bekommt, gibt es auch wieder die Punkte, die seiner Spielstärke entsprechen.
Linus spielte zwei starke Partien – doch der Blick auf das Ergebnis sagt etwas anderes. Nach strategisch überzeugender Partieführung stellte er im Hinspiel einfach die Dame ein. Auch im Rückspiel war er klar auf der Siegerstraße, ging aber mit seinem Freibauern etwas zu forsch voran. Nach dessen Verlust war die Partie nicht mehr zu gewinnen, aber hier nahm Linus noch einmal alle Konzentration zusammen und fand den lehrreichen Weg zur Rettung wenigstens des halben Punktes.
Zwei völlig verschiedene Partien sah man bei Arda und seinem Gegner. Beide Spieler gönnten sich je einen groben Schnitzer – gerechtes Ergebnis: Je ein Sieg und eine Niederlage.