Unser B-Team WK-III in der Berliner Schulschachmeisterschaft 2010/2011

Spieler Rd. 1 Rd. 2 Rd. 3 Rd. 4 Rd. 5 Halbf. Kl. Fi. Punkte Einsätze
Linus Dilewski 1 ½ 1     0 0 5
Julius Tens 1 0 1 0 1 0 1 4 7
Arda Yolci 1 0 1 0   0 0 2 6
Moritz Matthies 1   0 1 1   0 3 5
Tim Gabriel   1   0 1 0   2 4
Pablo Schlesselmann         1     1 1

Bild Eine solche B-Mannschaft würden sich viele Schulen (als A-Mannschaft) wünschen. Platz 4 in der Berliner Meisterschaft hinter drei hochkarätig besetzten Konkurrenten ist ein sehr beachtliches Ergebnis. "Nano" mit "Ergebnis-Zickzack" und Moritz holen mehr als 50% der möglichen Punkte.
Der Start in der großen Final-Veranstaltung war für unsere Jungs ein schöner Erfolg und ein bleibendes Erlebnis – sportlich war er eine undankbare Aufgabe, die sie mit Anstand und erhobenem Kopf bewältigten.

Auf dem Foto von links: Linus Dilewski, Moritz Matthies, Arda Yolci, Tim Gabriel, Julius Tens und der Berliner Schulschach-Referent Matthias Oberthür


Um Platz 3 am 12.04.2011 gegen die eigene 1. Mannschaft
Herder-Gymnasium II 1 : 3 Herder-Gymnasium
Linus Dilewski 0 1 Yiyang Huang
Julius Tens 1 0 Julian Rausch
Arda Yolci 0 1 Matthias Fluhr
Moritz Matthies 0 1 Maximilian Ringleb

Wie immer suchte eine Herder-B-Mannschaft im internen Duell ihre Chance und rüttelte an der eingefahrenen Hierarchie. Am besten gelang dieses Rütteln heute "Nano" mit seinem überzeugend erspielten Sieg. An den übrigen Brettern ließen die Spieler des A-Teams nach dem knapp verpassten Finaleinzug nichts mehr anbrennen und sicherten ihr Minimalziel.


Halbfinale am 12.04.2011 gegen das Heinrich-Hertz-Gymnasium
Herder-Gymnasium II 0 : 4 Heinrich-Hertz-Gymnasium
Linus Dilewski 0 1 Georg Siegemund
Julius Tens 0 1 Jakob Buchallik
Arda Yolci 0 1 Nicolas Klodt
Tim Gabriel 0 1 Max Lilienthal

Obwohl der Gegner nicht einmal in Bestbesetzung auflief, gab es an seinem klaren Sieg keinen Zweifel. Aus einer breiten Basis von Berliner Spitzenspielern schöpfend, waren die Hertz-Schüler erwartungsgemäß klar überlegen. Im Finale unterlagen sie später dem Kollwitz-Gymnasium erst nach Berliner Wertung.


Tabellenspitze nach der Vorrunde
1. Heinrich-Hertz-Gymnasium10 : 0 – 16,5 BP
2. Herder-Gymnasium8 : 2 – 15,0 BP
3. Käthe-Kollwitz-Gymnasium6 : 4 – 13,5 BP
4. Herder-Gymnasium II6 : 4 – 13,5 BP

14 Mannschaften


5. Runde am 29.03.2011 gegen das Georg-Büchner-Gymnasium
Herder-Gymnasium II 4 : 0 Georg-Büchner-Gymnasium
Julius Tens 1 0 Felix Behrend
Moritz Matthies 1 0 René Schöning
Tim Gabriel 1 0 Eric Neumann
Pablo Schlesselmann 1 0 Jakob Drews

Auch zwei kurzfristige Ausfälle konnten die Mannschaft nicht vom Angriff auf die Play-Off-Plätze abbringen. "Ersatzmann" Pablo erfüllte die Hoffnungen zuverlässig und brachte sein Team sogar in Führung. Die ehrliche Freude der älteren Mannschaftskameraden wird er sicher besonders genossen haben. Im Übrigen zitiere ich mal einfach den Kommentar von Roland Pugliese, der unser Team bei diesem Spiel betreute:
"Ich denke hervorzuheben ist Pablo, der sehr schön einen Mattangriff aufgebaut hat …. Nano und Moritz standen nie schlechter, hatten schnell ein paar Bauern mehr und haben dann auch sicher gewonnen. Tims Partie war noch die zweischneidigste und sein Gegner hatte mit einem Läuferopfer am Königsflügel noch am meisten Gegenspiel von den Büchner-Spielern. Aber nachdem Tim die Figur zurückgegeben hatte, war sein Angriff der stärkere und nach einer Gabel war die Partie entschieden."


4. Runde am 24.02.2011 gegen die eigene 1. Mannschaft
Rausch – Yolci
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Arda verpasste hier den Gewinnzug
5… c3xb2+. Er hatte zwar (fast) alle
Varianten berechnet, doch nach
6.Ke1-e2 war ihm die Unterverwandlung
6… b2xc1S+ entgangen.
Herder-Gymnasium II 1 : 3 Herder-Gymnasium
Julius Tens 0 1 Yiyang Huang
Arda Yolci 0 1 Julian Rausch
Moritz Matthies 1 0 Deniz Leon Ochmann
Tim Gabriel 0 1 Maximilian Ringleb

1:3 gegen das eigene A-Team – das sieht nach einem "normalen" Spielverlauf aus. Aber heute hätte es auch ganz anders kommen können und das umgekehrte Ergebnis wäre keine Überraschung gewesen.
"Nano" traute sich nicht, Yangs Springeropfer auf Korrektheit zu prüfen und Arda übersah eine gewinnbringende Abwicklung in der Eröffnung. Hier hätte er eine Variante mit Unterverwandlung seines Bauern in einen Springer auf dem Schirm haben müssen.
Tim lieferte Maxi lange Zeit einen Kampf auf Augenhöhe. So blieb der Ehrenpunkt dem groß aufspielenden Moritz nach einer seiner besten Turnierpartien vorbehalten.
Insgesamt eine starke Vorstellung einer starken Mannschaft – es wäre schade, wenn es am Ende ncht für das Play-Off reichen sollte.


3. Runde am 10.01.2011 bei der Nelson-Mandela-Schule
Herder-Gymnasium II 3 : 1 Nelson-Mandela-Schule
Linus Dilewski 1 0 Leon Ludwig
Julius Tens 1 0 Keyhan Hatami
Arda Yolci 1 0 Simon Peschel
Moritz Matthies 0 1 Adam Ziegler

Nach einem interessanten Wettkampf ist unser B-Team weiter auf Kurs und hat sich seine Play-Off-Chancen erhalten. Arda brachte uns schnell in Führung. Wenig später konnte Linus eine Qualität erobern. Er spielte konzentriert weiter und eroberte bald entscheidend Material. An Brett 4 neigte sich die Waage leider bald zu Gunsten des Gastgebers. Moritz kämpfte zwar tapfer weiter, doch Adam behielt immer die Übersicht und verwertete seine Mehrfigur.
So musste die Partie von Julius den Mannschaftskampf entscheiden. Lange erlebten wir ein sehr ausgeglichenes Spiel, wobei unser Spieler deutlich mehr Bedenkzeit verbrauchte. Diese Gründlichkeit zahlte sich dann schließlich aus, als "Nano" mit einem Abzugsangriff die gegnerische Dame eroberte.


2. Runde am 30.11.2010 bei der Käthe-Kollwitz-Oberschule
Nowak – Gabriel
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Tim hat schon zwei Figuren
gewonnen. Mit 28… Sf5-d4
knüpfte er nun ein Mattnetz,
aus dem es kein Entrinnen gab.
Herder-Gymnasium II 1½ : 2½ Käthe-Kollwitz-Oberschule
Linus Dilewski ½ ½ Moritz Greßmann
Julius Tens 0 1 Fabian Alcer
Arda Yolci 0 1 Johann Donath
Tim Gabriel 1 0 Marwin Nowak

Selten zuvor war der Trainer nach einer Niederlage mit der Leistung des eigenen Teams so zufrieden. Gegen einen der Top-Favoriten lieferte unsere B-Mannschaft einen begeisternden Kampf, bei dem das Ergebnis zweitrangig blieb. Am Kollwitz-Gymnasium hat sich unter professioneller Anleitung eine Mannschaft mit mehreren Spielern aus der absoluten Berliner Jugendschach-Spitze gefunden, die sicher in den nächsten Jahren das Niveau mitbestimmen wird.
Gegen diesen starken Gegner waren wir heute einer Sensation ganz nahe. Tim brachte uns mit seiner bislang wohl besten Partie in Führung. Umsichtig und geduldig nutzte er kleine Ungenauigkeiten im gegnerischen Spiel, hatte am Ende zwei Mehrfiguren und bastelte dann auch noch ein schönes Mattbild.
Dieser Sieg beflügelte unsere ganze Mannschaft. Auch nach dem bald folgenden Ausgleich am 3. Brett war den sympathischen Gastgebern die Angst vor einem überraschenden Punktverlust anzumerken. Zu Recht – hatten doch "Nano" (mit Mehrfigur für zwei Bauern) und Linus (Mehrbauer im Damenendspiel) echte Gewinnchancen. Erst als Julius einen einzügigen "Selbstzerleger" produzierte, konnte sein Gegner (ELO 1780) aufatmen und sein Team in Führung bringen.
Am Spitzenbrett zeigte Linus eine ganz starke Partie. Hoch konzentriert und engagiert lieferte er Moritz Greßmann (DWZ 1632, u.a. 2008 zweitbester Deutscher bei der internationalen U8-Meisterschaft) einen großen Kampf. Aus den Verwicklungen eines interessanten Mittelspiels kam er mit einem Mehrbauern ins Damenendspiel. Wenn überhaupt, dann hatte unser Spieler Gewinnchancen. Doch wegen der großen Dauerschachtendenz in solchen Endspielen wäre es wohl zur Punkteteilung gekommen. So war es durchaus ok, in dieser Partie ohne Blick auf den Mannschaftspunkt zu remisieren.


1. Runde am 30.09.2010 gegen die Ferdinand-Freiligrath-Oberschule
Herder-Gymnasium II 4 : 0 Ferdinand-Freiligrath-Oberschule
Linus Dilewski 1 0 André Yaman
Julius Tens 1 0 Mohamed El Daoud
Arda Yolci 1 0 Deniz Myri
Moritz Matthies 1 0 Ahmet Ramadan

Mit großer Sympathie beobachten wir seit Jahren die ausdauernde Arbeit der Schach-AG an der Freiligrath-Oberschule. Heute trat ihr engagierter Lehrer mit einer Mannschaft aus vier jungen Spielern an, die gerade erst mit dem ernsthaften Schachspiel begonnen haben. So konnten sie uns noch nicht voll fordern, waren vor allem für Springergabeln anfällig. Wenn sie weiter konzentriert arbeiten, werden sie aber schon bald manchen Gegner ins Straucheln bringen.