Jugend-Weihnachtsturnier 2010

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Die erste gute Nachricht kam kurz vor 15 Uhr: Man hat eine fahrtüchtige S-Bahn gefunden, dem Weihnachtsturnier mit Rekordbeteiligung steht nichts mehr im Wege. So bevölkerten schließlich 57 tatendurstige Schachkids die Räume unseres Partnervereins. Obwohl mehr als 20 Spieler erstmals an einem solchen Turnier teilnahmen, klappte alles wie am Schnürchen. Die Disziplin der Teilnehmer war beeindruckend und was diesmal noch nicht perfekt lief, haben die Kids fürs nächste Mal gelernt.
Nicht nur der Kampf um den Turniersieg stand im Blickpunkt. Viele Schüler zeigten, wie sie in diesem Jahr voran gekommen sind und so eröffnen sich den Trainern interessante neue Optionen für die Besetzung unserer Schnellschach-Teams. Wer den Sprung in diese Mannschaften noch nicht schaffte, wird im nächsten Jahr einen neuen Anlauf nehmen. Wir kommen im zweiten Teil dieses Berichts darauf zurück.

Leon und sein Team ganz vorn

Bild Wer auf den Turniersieg für Leon Rolfes setzte, wird bei den Buchmachern nur ganz schlechte Quoten bekommen. Selbst die Wette auf 7 Punkte aus 7 Runden hätte man risikolos bieten dürfen. Mit makelloser Bilanz setzte Leon den Schlusspunkt unter sein tolles Schachjahr 2010 – und lässt uns die Vorfreude auf eine weitere Steigerung im nächsten Jahr.
Dass aber unser gesamtes WK-II-Team die ersten fünf Plätze belegt, ist ein schöner Beweis für die überragende Klasse dieser Mannschaft, mit der wir in der zweiten Saisonhälfte noch viel vorhaben.
Tilman war wie immer ganz vorn dabei, diesmal sogar ungeschlagen. In der Schlussrunde drehte er gegen Yang den Spieß um. Im Vorjahr hatte er ebenfalls in Runde 7 gegen seinen "Angstgegner" verloren. Das war dafür diesmal Kevin passiert, der sich aber dennoch Platz 3 sicherte. Auf Rang 4 landet Raphael mit der höchsten Buchholz-Zahl. Nach vier Siegen ging ihm etwas die Puste aus – kein Wunder bei dem großen Altersunterschied zu den Konkurrenten. Schon im nächsten Jahr wird der deutsche U10-Meister ein ernsthafter Rivale für Leon sein.
Schrecksekunde für Margarita: In Runde 2 verlor sie gegen den heute blendend aufgelegten "Ypsi". Doch es blieb ihr einziger Punktverlust bis zur letzten Runde, wo sich Leon in einem echten Endspiel durchsetzte.

Ganz starkes Verfolgerfeld

Die gesamte Gruppe mit 5 Punkten hat ein enorm starkes Turnier gespielt. Yiyang fehlte nur ein Buchholzpunkt, das Spitzenquintett zu sprengen. Ihm folgen mit Mario, Maxi und Deniz Leon einige Schüler, die gerade zu Stammkräften unserer Vereinsmannschaften gereift sind. Danach platzierten sich dann der wieder erstarkte Yann Paul sowie Jonas und Khai Liem, die bei Weihnachtsturnieren eigentlich immer zu den Preisträgern gehören. Diesmal rangierten sie ganz dicht hinter den Besten.

Das obere Viertel der Tabelle beschließen Matthias und Arda. Beide konnten sich gegenüber dem Vorjahr deutlich steigern und vor allem für Arda ist es eines seiner besten Ergebnisse überhaupt.

Steigerungen als Lohn für den Trainingsfleiß

Bild Jenseits der Spitzengruppe blicken wir immer mit Interesse darauf, wer sich zum Vorjahr deutlich verbessern konnte. Neben Arda (fast 20 Plätze nach oben) sind vor allem Vincent, die Beuchert-Brüder, Moritz, Jan sowie Björn, Niko und Malte mit großen Sprüngen in der Tabelle zu erwähnen. (Foto links: Björn – dahinter mit Adi einer der besten "Newcomer")

Hauen und Stechen in der U14-Wertung

Ganz knapp ging es – nicht unerwaret – in der U14-Wertung zu. In den Jahrgängen 1997 und 1998 haben wir ein sehr ausgeglichenes Feld engagierter Spieler, bei denen die Tagesform über die Preisränge entscheidet.
Nach drei Runden meldeten gleich neun dieser Spieler mit je zwei Punkten ihre Ansprüche an. Sieben blieben auch in der vierten Runde siegreich.
Die Vorentscheidung fiel dann in Runde 5: "DLO", Maxi und Vincent gewannen ihre Partien, wobei mit "KLT" und Florian gleich zwei direkte Konkurrenten aus dem Weg geräumt wurden.
In der vorletzten Runde sicherte sich Deniz Leon einen vorderen Platz durch den wertvollen Sieg gegen Matthias. Da konnte auch eine Niederlage gegen Kevin zum Schluss nicht mehr viel verderben. Maxi und Vincent stolperten jedoch gegen Spieler der Spitzengruppe. Der Kreis der Preisanwärter umfasste plötzlich wieder sechs Namen.
Mit einem Schlussrundensieg schob sich Maximilian mit knapp besserer Buchholz-Wertung sogar noch nach vorn. DLO wurde verdient Zweiter. Khai Liem gewann zwar das direkte Duell gegen Florian, doch hatte er meist nicht ganz vorn mitgespielt und daher eine etwas schwächere Feinwertung.

Lesen Sie weiter im zweiten Teil unseres Berichts.


Bericht und Fotos: Thomas Binder