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Fazit und Einzelkritik

Abschlusstabelle

Fortschrittstabelle

Fotos I

Fotos II

Unser WK-II-Team bei der Deutschen Schulschachmeisterschaft 2012

Bild
Spieler Rd. 1 Rd. 2 Rd. 3 Rd. 4 Rd. 5 Rd. 6 Rd. 7 Punkte Einsätze
Raphael Lagunow 0 ½ 1 ½ 1 ½ 1 7
Yiyang Huang     1     ½ ½ 2 3
Tilman Brämick 1 ½ 0 0 1 ½ 1 4 7
Jonas Brenck ½ ½ ½ 0 ½   1 3 6
Julian Rausch 0       0     0 2
Lukas Eichner   1   0   0   1 3

"Schach statt Mathe ? – Schach und Mathe !"

Leider konnten wir nicht in allen sieben Runden in Bestbesetzung antreten. Yiyang bestritt zur gleichen Zeit die Deutschland-Runde der Mathe-Olympiade. Diese ärgerliche Terminüberschneidung traf sicher nicht nur uns, denn eine gewisse Korrelation der Begabungen in Schach und Mathematik ist ja kein ganz abwegiger Gedanke. Oder hat da jemand den Slogan der Deutschen Schachjugend "Schach statt Mathe" falsch verstanden?

Wir machten aus der Not eine Tugend: Da Schulschach-Meisterschaft und Mathe-Olympiade nur knapp 30km voneinander entfernt ausgetragen wurden, konnten wir unseren Spieler zu einigen Runden "einfliegen". Das Team hatte diese Verstärkung dringend nötig und bedankte sich bei Yiyang für den enorm anstrengenden Doppeleinsatz.

7. Runde am 07.05.2012 gegen das Städtische Gymnasium Bad Segeberg (Schleswig-Holstein)
Herder-Gymnasium Berlin 3½ : ½ Städtisches Gymnasium Bad Segeberg
Raphael Lagunow 1 0 Jakob Dreessen
Yiyang Huang ½ ½ Jonas Westerhaus
Tilman Brämick 1 0 Patrick Henschen (DWZ 1603)
Jonas Brenck 1 0 Yannik Schwert

Nach den zwei Siegen im "Unterhaus" ging das Zittern erst richtig los. Jonas war schnell auf der Siegerstraße und verwandelte sicher. Tilman krönte sein starkes Turnier mit schönem Königsangriff.
Jetzt musste noch ein halber Punkt her, doch die Gegner von Raphael und Yang wehrten sich verbissen und konnten auch auf Zeitvorteil bauen. Als Raphael dann zwei verbundene Freibauern in Marsch setzte, entspannten sich die Gesichter und der wichtige klare Sieg war gesichert.


6. Runde am 06.05.2012 gegen das Georg-Cantor-Gymnasium Halle (Sachsen-Anhalt)
Herder-Gymnasium Berlin 1½ : 2½ Georg-Cantor-Gymnasium Halle
Raphael Lagunow ½ ½ Samuel Gering (DWZ 2044)
Yiyang Huang ½ ½ Martin Sieber (DWZ 1872)
Tilman Brämick ½ ½ Martin Feuerherdt (DWZ 1752)
Lukas Eichner 0 1 Sebastian Pallas

Die Niederlage gegen das nominelle Top-Team der Meisterschaft hätte auch deutlicher ausfallen können. Echte Siegchancen hatten wir hier in keiner Partie. Spannung gab es vor allem am Spitzenbrett. Raphael hatte die gegnerische Dame auf a8 eindringen lassen und versuchte nun, sie dort zu fangen. Doch der starke Gegner fand einige sehr genaue Züge zur Befreiung und sicherte dann mit dem Remis den Sieg seiner Mannschaft.


5. Runde am 06.05.2012 gegen das Matthias-Claudius-Gymnasium (Hamburg)
Herder-Gymnasium Berlin 2½ : 1½ Matthias-Claudius-Gymnasium Hamburg
Raphael Lagunow 1 0 Jasmin Dalipovic
Tilman Brämick 1 0 Emir Zehic (DWZ 1623)
Jonas Brenck ½ ½ Semir Zehic (DWZ 1645)
Julian Rausch 0 1 Murat Öztürk

Tolle Jubiläumspartie: Tilman gewinnt bei seinem 100. Einsatz in einem Herder-Team. Ganz starke Partien auch von Raphael und Jonas, der mit einem Remis in sehr guter Stellung den Mannschaftssieg absicherte. Am 4. Brett fand Julian hingegen kein Rezept gegen den Angriff über die offene h-Linie.


4. Runde am 06.05.2012 gegen das Heinrich-von-Gagern-Gymnasium Frankfurt (Hessen)
Herder-Gymnasium Berlin ½ : 3½ Heinrich-von-Gagern-Gymnasium Frankfurt
Raphael Lagunow ½ ½ Robert Baskin (DWZ 2088)
Tilman Brämick 0 1 Michael Medvedovski
Jonas Brenck 0 1 Murat Diyap
Lukas Eichner 0 1 Leon Niederdraeing

Die Geschichte dieser Runde ist schnell erzählt. Zwei relativ frühe Einsteller und eine problematische Stellung aus dem Max-Lange-Angriff brachten uns bald aussichtslos in Rückstand. Raphael sorgte für den halben Ehrenpunkt.


3. Runde am 05.05.2012 gegen das Hans-Leinberger-Gymnasium Landshut (Bayern)
Herder-Gymnasium Berlin 2½ : 1½ Hans-Leinberger-Gymnasium Landshut
Raphael Lagunow 1 0 Johann Oberpriller (DWZ 1895)
Yiyang Huang 1 0 Benedikt Goderbauer
Tilman Brämick 0 1 Ronny Rahman
Jonas Brenck ½ ½ Henrik Fesl

Der Matchplan war klar: Raphael sollte das 3:1 machen – so wie es heute bei der Hertha war. Ganz so ist es nicht gelaufen, aber gewonnen hat unser Brett 1: Wenn man ihn braucht und er unter Druck steht, ist er da.
Zuvor hat uns Yang in einer souverän geführten Partie in Führung gebracht: Er ist extra aus Frankfurt von der DeMO eingeflogen worden – nun denn, das Flugzeug war Thomas Binders Auto, aber klasse war es dennoch: Sogar DLO, auch bei der DeMO, ist als Zuschauer mitgekommen und hat Teamgeist und Atmosphäre schnuppern können: Es waren 9 Herderianer vor Ort!
Tilman verlor leider nach einer Partie, mit der er selbst ziemlich unzufrieden war. Dann kam Raphael mit dem 2:1. Schließlich war es an Jonas, die verzweifelten Gewinnversuche des Gegners, dem natürlich von seinem Teamchef das Remisieren verboten wurde, abzuwehren: Der Kämpfer hat's geschafft. Selbst mit ca. 40 Sekunden Restzeit nahm er sich noch einmal die Ruhe, einen klaren Plan zum Dauerschach zu finden. Darin musste sich dann auch der Gegner fügen und somit hieß es für uns: Mannschaftssieg
Text: Thilo Steinkrauß


2. Runde am 05.05.2012 gegen das Paul-Fahlisch-Gymnasium Lübbenau (Brandenburg)
Herder-Gymnasium Berlin 2½ : 1½ Paul-Fahlisch-Gymnasium Lübbenau
Raphael Lagunow ½ ½ Heribert Herrmann
Tilman Brämick ½ ½ Tino Domschke
Jonas Brenck ½ ½ Alexander Frick
Lukas Eichner 1 0 Nikita Zakirov

Wir hatten uns hier etwas mehr ausgerechnet als einen Zittersieg. Lukas kam in seiner Lieblingseröffnung "fried liver" schnell in Vorteil, verdaddelte diesen dann wieder, erwies sich aber als der bessere Spieler. Dieser Sieg war am Ende entscheidend, denn an den drei übrigen Brettern wurde jeweils nach nicht ganz überzeugenden Partien remis gespielt. Da sind wir wohl mit einem blauen Auge davon gekommen.


1. Runde am 05.05.2012 gegen das Athenaeum Stade (Niedersachsen)
Herder-Gymnasium Berlin 1½ : 2½ Athenaeum Stade
Raphael Lagunow 0 1 Marc Jonas Vogt
Tilman Brämick 1 0 Tobias Vöge (DWZ 1824)
Jonas Brenck ½ ½ Nico Schwarz (DWZ 1834)
Julian Rausch 0 1 Henrik Lienau

Die Niederlage gegen die seit Jahren zur Spitzengruppe dieser Altersklasse gehörenden Niedersachsen kommt nicht unerwartet. Dabei wuchs unsere Mittelachse gegen zwei gestandene 1800er über sich hinaus. Tilman beherrschte seinen Gegner nach verkorkster Eröffnung ab dem Mittelspiel sicher und verwertete im Endspiel zwei Mehrbauern sehenswert. Jonas gab bei fast vollem Brett in bereits beiderseits heraufziehender Zeitnot remis. Raphael hatte zeitweise einen Mehrbauern, kam im Endspiel aber in Zugzwang.