Jugend-Weihnachtsturnier 2011

Bild Viel Bewegung im Mittelfeld

Das Turnier dient uns erneut für die Bildung der Schnellschach-Mannschaften, die schon in gut einem Monat um die Berliner Meisterschaft der Schulen spielen werden. Leider haben sich einige aussichtsreiche Kandidaten ohne ausreichende Begründung aus der heutigen Qualifikation ausgeklinkt und stehen damit auch ihren Teams nicht zur Verfügung.
So nutzten andere Spieler die Gunst der Stunde, sich in den Vordergrund zu spielen und den Kampf um die begehrten Plätze aufzunehmen.
Um mehr als 20 Plätze zum Vorjahr sprangen nach oben: Daniel Lewin (von 33 auf 7), Tim Riese (von 45 auf 11), Marian Hauser (von 49 auf 25) und Felix Roth (von 53 auf 30).

Es hat Spaß gemacht, den Kampf um die Teamplätze zu beobachten, und wir können gewiss sein, dass sich wieder schlagkräftige Mannschaften zusammenfinden werden. Wer diesmal trotz achtbarer Leistung noch knapp gescheitert ist, nimmt im nächsten Jahr oder schon bei der Schulmeisterschaft im Sommer einen neuen Anlauf.

Und wenn es heute noch nicht so geklappt hat?

Naturgemäß bilden unsere jüngsten Spieler das untere Tabellendrittel. Sie stehen erst seit einigen Monaten im Schachtraining und haben heute alle(!!!) vorzeigbares Schach geboten. Dass sie mit den erfahreneren Spielern nur in wenigen Partien mithalten konnten, darf uns nicht irritieren. Im Gegenteil – worin würde sonst der Sinn unseres mehrjährigen konzentrierten Trainings bestehen?
Schaut auf die Tabellen der früheren Turniere und ihr erkennt, dass auch die starken Spieler mal "ganz klein" angefangen haben. Wer dabei geblieben ist, konnte dann von Jahr zu Jahr weiter nach oben klettern.

Ein wenig Geschichte

Pl. Name Turniere Punkte
1. Leon Rolfes 6 31½
2. Yiyang Huang 6 31
3. Kevin Song 6 30½
4. Julian Rausch 7 28½
5. Tilman Brämick 6 28
Robin Toebs 6 28
7. Jonas Brenck 6 27
Roland Pugliese 6 27

Wir spielten heute unser neuntes Weihnachtsturnier. 168 Schüler und Schülerinnen waren in dieser Zeit dabei – eine Zahl, vor der ich dann selbst ein wenig erschrocken bin.
Mit seinem 7. Start hat Julian Rausch einen neuen Rekord aufgestellt, den er in den beiden nächsten Jahren noch weiter ausbauen möchte. Die nebenstehende Tabelle zeigt die "ewige Bestenliste". Gibt es 2012 einen neuen Spitzenreiter? Wie lange braucht Raphael, um diese Höhen zu erklimmen?

Das Schätzspiel

Nach mehreren Jahren nahmen wir die Idee wieder auf, mit einer Schätzaufgabe das numerische Vorstellungsvermögen der Schach-Kids auf die Probe zu stellen. Diesmal ging es darum, wie viele einzelne Dateien das Gesamtkunstwerk Herderschach-Homepage bilden. Das Spektrum der vermuteten Zahlen war groß. Am oberen Ende bewegte man sich bei 150.000 (Nein – so alt ist der Webmaster nun doch noch nicht.) Im unteren Bereich wurden sogar zweistellige Zahlen angeboten – diese Schüler hatten wohl noch nicht die ganze Homepage entdeckt…
Eine untere Schranke ließ sich ganz gut aus den Lösungshinweisen errechnen: 56 Trainingseinheiten mit durchschnittlich 25 nachspielbaren Partien, die wiederum aus je fünf Dateien bestehen. Das sind schon mal 7000 Dateien. Rechnet man dann die vielen Turnierberichte und Fotos hinzu, kommt man der Lösung schon recht nahe. Merkwürdigerweise klaffte nach der Sortierung der Tipp-Zettel gerade hier eine große Lücke zwischen 8000 und 11.500. Ziemlich genau in der Mitte dieses Bereichs hätte die richtige Lösung gelegen: Am Turniertag bestand unsere Seite aus 9632 Dateien.
Ganz spannend wurde dann die Auswertung: Deniz Leon Ochmann lag um 1635 unter der genauen Zahl, Felix Roth um ca. 1900 darüber.


Bericht: Thomas Binder – Fotos: Thomas Binder, Louis Matheoschat, Thilo Steinkrauß