Jugend-Weihnachtsturnier 2012

Bild Bild Überraschungen hier…

Wie in jedem Jahr gelang es ganz vielen Schülern, sich in den Blickpunkt der Trainer zu spielen. Es ist gar nicht möglich, alle zu würdigen, die heute weit über die Erwartungen hinaus punkten konnten. Für den größten Aha-Effekt sorgte Patrick von Moltke (Bild links). Er tummelte sich mit überlegtem Spiel immer im Sichtkreis der Spitzengruppe und belegt mit 4½ Punkten bei hoher Zweitwertung den 11. Platz. Auch wenn in mindestens einer Partie die unerbittliche Schachuhr mithalf, hat er sich damit den Preis als "Bester Rookie" verdient.
Punktgleich mit Patrick rangiert ein weiterer Turnier-Neuling: Erfan kam überraschend auf Platz 2 der Wertung in Klasse 5.

Ein ganz tolles Turnier gelang Lisa Sahtout (Bild ganz links). Die ruhige und sympathische Spielerin landet klar in der oberen Hälfte, wurde bestes Mädchen und zeigte ordentliche Partien. Im Schätzspiel schrammte Lisa nur ganz knapp an der Spitze vorbei.

Manch weiterer Debütant konnte heute überzeugen. Wer bei seinem ersten Turnier gleich 3 Punkte geholt hat, darf stolz nach vorn blicken und sich auf viele schöne Schachwettkämpfe freuen.
Psst, ich verrate ein Geheimnis – auch Tilman hat bei seinem ersten Weihnachtsturnier mit 3 Punkten angefangen…

… und dort

Der Blick auf die Tabelle offenbart natürlich auch, dass es nicht für alle 54 Spieler nach Wunsch gelaufen ist. Auf Platz 31 bis 33 rangieren Schüler, die auch 20 Plätze weiter vorn eine gute Figur gemacht hätten. Alle drei haben sich in diesem Jahr schön gesteigert und unsere Schule bei externen Turnieren erfolgreich vertreten. Diesmal waren andere glücklicher oder cleverer im Kampf um die Team-Plätze. Jungs, da müsst ihr durch – eure nächste Chance kommt bestimmt.

Bild Ganz egal, ob Platz 1 oder Platz 54 – Schach-Begeisterung verspürten wir heute an allen Brettern und in jeder Partie. Selbst wenn nach einer Niederlage die Tränen kullerten, war schon in der nächsten Runde die Freude umso größer. Niemand blieb ohne Erfolgserlebnis, und auch abseits der rein sportlichen Rangfolge hatte das Turnier spannende Eindrücke zu bieten.

Ein Rekord, den Julian nur selbst brechen kann…

Pl. Name Turniere Punkte
1. Yiyang Huang 7 37½
2. Tilman Brämick 7 34½
3. Julian Rausch 8 32½
4. Jonas Brenck 7 32
Insgesamt bisher 193 Teilnehmer

Julian Rausch (Bild rechts) war heute zum 8. Mal bei unserem Turnier am Start. Im nächsten Jahr kann er den Rekord noch weiter nach oben schrauben. Danach droht ihm erst wieder Gefahr, wenn die Politik zum Abitur nach 13 Schuljahren zurückgekehrt sein wird…
In der ewigen Punkte-Rangliste haben sich erwartungsgemäß die beiden Sieger des Tages ganz an die Spitze gesetzt.

Die Zusatzspiele

Bild Das Rechenspiel

Ganz zu Beginn des Nachmittags musste gerechnet werden. Es war zu ermitteln, wie lange das Turnier wohl dauern würde, wenn jeder gegen jeden spielen soll. Mit dieser Aufgabe wandte sich Herr Steinkrauß ausdrücklich an die Neulinge im Feld. Wer voreilig eine falsche Zahl nannte, war aus dem Rennen. Nach etlichen falschen Vorschlägen hatte schließlich Nikita Milto (Bild rechts) mit Geduld richtig gerechnet und nannte die Lösung. Danach waren sich alle einig, dass 18 Stunden doch etwas zu viel des Guten sind, und wir einigten uns auf 7 Runden im Schweizer System.

Bild Das Würfelspiel

Gute Tradition schon seit einigen Jahren: Wer einen (nach Schulklasse) älteren Spieler besiegt, darf einmal würfeln. Zeigt der Würfel die "Eins", darf man sich vom reichhaltig gefüllten Gabentisch einen Preis auswählen. Die Freude der Jüngsten über das Würfelglück war oft noch viel lebhafter als nach dem Sieg am Schachbrett. Unter den vielen Preisen gingen die Schlüsselanhänger aus Schachfiguren überraschend schnell weg.

Das Schätzspiel

In unserem Schätzspiel sollte man die Zahl der Druckzeichen im jüngst erschienenen Buch über die 100jährige Schachgeschichte in Siemensstadt ermitteln. Die Aufgabe forderte eine intelligente Mischung von Denken, Rechnen und Schätzen. Auf den Spielzetteln war gut erkennbar, wer sich mit einigen Rechenschritten der richtigen Zahl angenähert hatte. So war es keine Überraschung, dass mit ihren Tipps zwischen 140.000 und 160.000 gleich mehrere Schüler sehr gut im Rennen lagen. Die Spannweite der Schätzungen erstreckte sich immerhin von zwei- bis zu siebenstelligen Zahlen. Bei zweistelliger Zeichenzahl hätte allerdings nicht einmal auf jeder Seite ein Buchstabe gestanden…
Die richtige Lösung lautet 151.506. Dieser Zahl näherte sich – kein Wunder – unser Mathe-Ass Yiyang Huang mit seinem Tipp von 150.000 auf fast genau 99% an. Auf den Plätzen rangierten Titelverteidiger Deniz Leon Ochmann sowie Julius Rußmann und Lisa Sahtout.


Bericht: Thomas Binder – Fotos: Thomas Binder, Thilo Steinkrauß