Jugend-Weihnachtsturnier 2013

Bild Bild Auf dem Weg nach vorn

Der aufmerksame Blick des Trainers gilt immer auch den Leistungsentwicklungen im Vergleich zum Vorjahr. Seinerzeit hatten z.B. drei etablierte Spieler völlig neben sich gestanden und sogar den Sprung in die Schnellschach-Teams verpasst. Wie sie seither um Anschluss kämpften, verdient Respekt und wurde heute mit deutlich besseren Ergebnissen belohnt.
Solche Aufsteiger gibt es in allen Tabellenbereichen: Julius war vor vier Jahren mit einem halben Punkt gestartet, jetzt liegt er zum ersten Mal über 50%. Malte toppt seinen bisherigen Bestwert gleich um 1½ Punkte. Johanna holt im dritten Anlauf so viele Punkte wie zuvor in zwei Turnieren zusammen. Marvin verdoppelt sein Vorjahresergebnis, Theo verdreifacht es sogar. (Im Bild: Marvin Kell und Theo Funke)

Zusatzspiele im Blickpunkt

Zu den Konstanten unseres Weihnachtsturniers gehört die Vorfreude auf einige Zusatzspiele, bei denen jeder seine faire Chance auf attraktive Gewinne bekommt.

Zahlenakrobatik zur Begrüßung unserer Newcomer

Bild Das erste Zusatzspiel ist traditionsgemäß den AG-Neulingen vorbehalten. Diesmal ging es um eine "einfache" Rechenaufgabe: Wieviele unterschiedliche Stellungen sind schon nach dem ersten Zug beider Seiten auf dem Schachbrett möglich?
Spannung kam vor allem auf, weil man nicht nur rechnen, sondern auch taktieren musste: Jeder hat nur einen Versuch und ein vorschnell ausgeplaudertes (falsches) Ergebnis ruiniert alle Chancen. Diesen Spagat schaffte einer der Jüngsten am besten: Nikolas (Foto rechts) rechnete gründlich, aber dafür eben richtig.
Die fehlerhaften Lösungsversuche lagen meist "um eine Größenordnung" (wie der Physik-Lehrer sagen würde) zu niedrig. Das Nachrechnen überlasse ich dem Leser selbst. Jedenfalls erkennt man schnell, dass bei dieser Fülle an möglichen Zügen Schach ein verdammt kompliziertes Spiel sein muss. Irgendwann merkt man freilich, dass nicht jeder Zug für eine gute Schachpartie taugt…

Würfeln beim Schachspiel?

Bild Nein – es geht nicht um dieses komische Würfelschach, sondern um unser zweites Zusatzspiel. Felix war schon so gespannt darauf, dass er mit seiner Nachfrage sogar die Eröffnungsrede unterbrach – und das Spiel dann auch gleich selbst erklären durfte.
Also: Man gewinne gegen einen (nach Schulklasse) älteren Spieler und würfele dann noch eine EINS. Wem diese Kombination aus guter Schachpartie und Würfelglück gelingt, der darf sich einen der vielen Preise aussuchen.

Mit dem Gewinnen klappte es schon recht gut. Bereits in Runde 1 sorgte Emilio für einen solchen Überraschungs-Coup und fand sich später nach zwei Underdog-Siegen sogar im separaten Raum der Spitzenbretter wieder. Mit dem Würfeln wollte es aber lange Zeit überhaupt nicht klappen. Die ersehnte EINS kam einfach nicht zum Vorschein, und es wurde schon bezweifelt, ob der Würfel diese Zahl überhaupt ausspucken kann. Er konnte – Beweisfoto nebenstehend – und im Laufe des Nachmittags gelang auch der eine oder andere Treffer. Immerhin waren aber so viele Preise vorrätig, dass wir den jüngeren Siegern zu den beiden letzten Runden das Würfeln erlassen konnten.

Achso – muss ich noch erwähnen, wer zu den ersten glücklichen Würflern gehörte? Felix natürlich…

Das Schätzspiel

Bild Bild Der Name "Schätzspiel" ist schon so eingeprägt, dass wir ihn weiter verwenden, auch wenn es diesmal um etwas anderes ging. In einem Schachfiguren-Beutel war ein "Ding" versteckt, das man nur durch Ertasten identifizieren sollte. Die Beteiligung war auch hier überwältigend und mancher verpasste schon mal den pünktlichen Rundenstart bei der Lösung dieser Aufgabe.
Ziemlich schnell wurde klar, dass es sich um ein Plastikteil handelte, das grob an eine Schnecke erinnerte. Ein Teilnehmer blieb zwar im Tierreich, folgerte aber "Kopf, Hals, Bauch – also ein Schwan".
Doch wozu soll diese Plastik-Schnecke gut sein? Die meisten Vermutungen tendierten in Richtung Kleiderhaken und ähnliche Verwendungen.

Drei Teilnehmer trafen den Nagel auf den Kopf: Es war ein Orangenschäler. "Apfelsinenschäler" hätte ich auch noch gelten lasse, aber der Vorschlag "Fruchteinritzer" lag eine Winzigkeit zu weit daneben. So kamen drei Spielzettel in die Auslosung durch einen unserer jüngsten Zuschauer. Er zog Marian und machte ihn damit zum Sieger des Schätzspiels. Die beiden übrigen richtigen Lösungen kamen von Johanna und Marvin. Beide durften sich natürlich auch noch einen Siegerpreis aussuchen.

Das Geheimnis lüftet nebenstehendes Foto. Wer nicht glaubt, dass man mit diesem Ding wirklich Apfelsinen schälen kann – selbst der handwerklich eher wenig begabte Turnierleiter konnte es unfallfrei vorführen – schaue sich das Werbe-Video bei YouTube an: Hier zum Video


Bericht und Fotos: Thomas Binder – Foto des Orangenschälers von koziol.de