Jugend-Weihnachtsturnier 2014

Das war wieder ein tolles vorweihnachtliches Schachfest in den Räumen unseres Partnervereins. Perfekt vorbereitet und mit vielen netten kleinen Ideen wurde unser Weihnachtsturnier für alle Teilnehmer das erwartet schöne Erlebnis. Besonders war die Freude den vielen Neueinsteigern anzumerken. Sie schnupperten erstmals Turnieratmosphäre und erfuhren heute eine erste Einschätzung des bisher erreichten Leistungsstandes.
Gemeinsam mit unseren beiden AG-Leitern bildeten die beiden Siemensstädter Aktivposten Herr Schilly und Herr Arndt ein eingespieltes Team, das das große Turnier reibungslos und flott über die Bühne brachte.

Gegen Ende der Veranstaltung füllten sich die Zuschauerränge mit vielen neugierigen und stolzen Eltern. Sie konnten die Begeisterung ihrer Sprösslinge hautnah spüren. Vielleicht haben sie auch etwas von dem sehr großen Aufwand gespürt, der in Vorbereitung und Durchführung eines solchen Turniers steckt…

So viel Zwölf war noch nie

Das Zahlenspiel hatte sich ja schon im Voraus angedeutet: 12. Weihnachtsturnier am 12.12. – aber dann kam auch noch ein Geburtstagskind dazu: Julius feierte heute den 12. Geburtstag.

Spannung und gutes Schach ganz vorn

Bild Im Vorfeld schien die Frage nur zu lauten, wer sich die Podest-Plätze hinter Raphael (Foto rechts) sichern könnte. Zu groß ist natürlich die Überlegenheit unseres Spitzenmannes.
Wir freuen uns, dass wir mit ihm einen Spieler der absoluten deutschen Spitzengruppe seiner Altersklasse bei uns wissen. In diesem Jahr hat er zum zweiten Mal an einer Weltmeisterschaft teilgenommen und sich auch dort weit vorn platziert. Weltklasse im Hause Herderschach – zudem ein Top-Spieler mit Bodenhaftung, der gern sein Wissen an die nachrückenden Spieler weitergibt und so zu einer echten Integrationsfigur der Herderschach-AG geworden ist. Unlängst gab es sogar eine improvisierte Autogrammstunde für die Kids aus der Einsteigergruppe.

Bild Bild Doch zurück zum Turnier: Alles schien nach Plan zu laufen. Raphael eilte von Sieg zu Sieg. Mit Hakob, Konstantin und Pablo hielt er wichtige Rivalen auf Distanz.
Dann der Showdown in Runde 7: Florian (Foto links außen) hatte relativ früh eine Partie verloren, traf nun aber am Spitzenbrett auf den Favoriten. Die Partie wurde zu einem würdigen Finale. Raphael hatte für die Minusqualität eine beeindruckende Bauernphalanx aufgebaut. Er lehnte sogar ein Remisgebot ab. Doch Florian konnte die Stellung halten und schließlich war er es, der zuerst einen Bauern verwandelte. Es wurde Raphaels zweite Niederlage in bisher 28 Partien bei unserem Weihnachtsturnier.
Doch die frühe Niederlage forderte in Sachen Buchholz-Wertung ihren Tribut. Florian musste sich mit Platz 3 begnügen.
Zwischen die beiden Finalisten schob sich mit Hakob (Foto links) nicht unerwartet ein Spieler aus der nachdrängenden Generation der gaaaaanz starken Fünftklässler. Man darf gespannt sein, ob sie schon im nächsten Jahr an Raphaels Thron rütteln.

Der den Raum der besten 8 Bretter betreuende Schachfreund Arndt erkannte von Runde zu Runde vor allem an den ersten vier Brettern "richtig gutes Schach". Wenn vor seinem strengen Urteil also ca. 10 Spieler bestanden haben, kann das kein schlechtes Zeichen für unsere AG sein.
In der Tat folgt auf den nächsten Plätzen eine breite Spitzengruppe mit durchweg schon erfahrenen Spielern. Besonders auffällig ist, dass die Mitglieder der 2. Mannschaft der SF Siemensstadt hier sehr geschlossen auftrumpften. Die Plätze 5 – 7 und 9 – 12 gingen an die Nachwuchskräfte aus diesem Team. Die anspruchsvolle Wettkampfpraxis zahlt sich also aus.

Dichtes Verfolgerfeld

Bild Bild Die Gruppe der Verfolger mit positivem Punktkonto hält kaum Überraschungen bereit. Routine und Sicherheit in den schachlichen Mitteln waren immer noch die besten Waffen, um den Ansturm der hungrigen Meute begeisterter Schachzwerge abzuwehren. Achtet man auf kleinere Verschiebungen in der Spitzengruppe, werden vor allem Severin und Tom sehr zufrieden sein. Beide spielten ihr bestes Weihnachtsturnier und schoben sich jeweils auf Platz 2 ihrer stark besetzten Klassenstufen.

Die beiden besten vereinslosen Spieler rangieren auf Platz 15 und 16. Das spricht für die geballte spielerische Klasse in diesem Feld und es spricht auch dafür, dass die Erfahrung aus hochkarätigen Turnieren eben doch durch nichts zu ersetzen ist. Es spricht aber natürlich vor allem für Patrick (Foto ganz rechts) und Aram (Foto rechts), die sich somit an die Spitze dieser Spielergruppe setzten und noch zahlreiche Vereinsspieler hinter sich ließen.

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Bericht und Fotos: Thomas Binder