Unser Team WK-III in der Berliner Schulschachmeisterschaft 2015/2016

Spieler Rd. 1 Rd. 2 Rd. 3 Fin. Punkte Einsätze
Rachela Rosenhain     1 0 1 2
Konstantin Bobenko     1 ½ 2
Kristoffer Sturm     1 ½ 2
Jannik Napp     1 1 2 2

In dieser Klasse starteten nur 3 Mannschaften. Man könnte jetzt sarkastisch kommentieren, dass uns noch nie so früh eine BSSM-Medaille sicher war. Doch dazu ist uns in dieser Situation nicht zu Mute, denn in den drei oberen Altersklassen ist das bewährte Wettkampfsystem praktisch zusammengebrochen.
Hoffen wir, dass die Verantwortlichen vor dieser Lage nicht die Augen verschließen und Wege zum Gegensteuern finden. Freilich hoffen wir auch, dass dabei kein Niveauverlust hingenommen wird. Das anspruchsvolle Turnierformat des Berliner Schulschachs war zuletzt der Garant für herausragende Erfolge bei den Deutschen Meisterschaften.

Der Drittplatzierte der Vorrunde verzichtete auf das Halbfinale, brachte dort die WK-III-Mannschaft aber fast unverändert in der WK-II an den Start. So blieb als Saison-Höhepunkt das Duell gegen den Dauer-Rivalen vom Hertz-Gymnasium, nachdem das Vorrundenduell beider Teams zu allem Überfluss auch noch ausgefallen war.


Finale am 10.03.2016 gegen das Heinrich-Hertz-Gymnasium Bild
Herder-Gymnasium 2 : 2 Heinrich-Hertz-Gymnasium
Rachela Rosenhain 0 1 Emil Schmidek (DWZ 2128)
Konstantin Bobenko ½ ½ Luis Rose (DWZ 1459)
Kristoffer Sturm ½ ½ Ole Karge (DWZ 1312)
Jannik Napp 1 0 Joe Ott (DWZ 1259)

Starker Auftritt unserer WK-III-Mannschaft. Der hohe Favorit musste um den Meistertitel zittern und setzte sich schließlich nur dank der "Berliner Wertung" (Sieg am höherwertigen Brett) durch. Rachela spielte gegen den aktuellen Deutschen U14-Meister eine ordentliche Partie und hielt ihm lange stand.
An Brett 4 zeichneten sich frühzeitig Vorteile für uns ab, die Jannik souverän zum Gewinn ausbaute. Einmal mehr hat er – auch mit Blick auf die DWZ seines Gegners – bewiesen, dass er zu den stärksten Berliner Jugendspielern außerhalb der etablierten Schachvereine gehört. Wann führt sein Weg endlich zu anspruchsvolleren Herausforderungen?
Brett 2 endete nach ausgeglichener Partie leistungsgerecht remis – kein Wunder, sind doch beide Spieler nur um die Winzigkeit zweier DWZ-Punkte getrennt.
So musste Brett 3 über die DSSM-Fahrkarten entscheiden. Selbst mit einer Minusfigur lieferte Kristoffer seinem renommierten Gegner einen großen Kampf. Er lehnte ein Remisgebot ab und wich einer Stellungswiederholung aus, obwohl dies einen wichtigen Freibauern kostete. Schließlich kam es doch zur Teilung des Punktes. Der DWZ-Unterschied von fast 300 Punkten war jedenfalls nicht zu sehen.

Eine ärgerlich kurze Saison kulminierte in einem niveauvollen Finale. Wir verlassen es erhobenen Hauptes nicht als Verlierer, sondern als "secundi inter pares".

Unser Foto rückt heute die hinteren Bretter in den Vordergrund – nach dem Spielverlauf nicht ganz unbegründet…


3. Runde am 22.02.2016 bei der Katholischen Schule St. Marien
Herder-Gymnasium 4 : 0 Katholischen Schule St. Marien
Rachela Rosenhain 1 0 Sven Madela
Konstantin Bobenko 1 0 Ashley Roberts
Kristoffer Sturm 1 0 Jaqueline Thoben
Jannik Napp 1 0 Nicole Kamp

Team-Chefin Rachela fasst das heutige Spiel zusammen:
Kristoffer gewann schnell einen Springer, und opferte diesen im Endspiel um seinen Freibauern umzuwandeln. Konstantin hat bei gleichem Material den Königsflügel – bei entgegengesetzen Rochaden – zu seinen Gunsten geöffnet, so Druck und Initiative gehabt dem die Gegnerin nicht standhalten konnte (Läufergewinn, Turmgewinn, Umwandlung,…). Ich habe bei ebenfalls ausgeglichenem Material eine dominierende Position gehabt in der sich der Gegner schwer bewegen konnte, so dass er Turm und später noch Läufer verlor. Jannik spielte über eine Stunde, weil die Gegnerin zunächst gut mithielt und nur einen Bauern weniger hatte. Aber dann gewann er eine Figur und überrollte sie regelrecht mit einem unaufhaltsamen Königsangriff.
Schade – von dieser Art hätten wir uns mehr Wettkämpfe in der Vorrunde gewünscht.


2. Runde am 07.01.2016 gegen das Heinrich-Hertz-Gymnasium

Es ist wie verhext: Auch in der 2. Runde wurden die Figuren nicht bewegt. Wir hatten uns auf das Spitzenspiel zweier stark besetzter Mannschaften gefreut. Doch unseren Gästen unterlief ein ärgerliches Versehen: Sie reisten mit der WK-II-Mannschaft an.
Die aktuelle Turnierordnung hätte wohl für ein kampfloses 2:0 gesprochen, der Turnierleiter hat uns allerdings sogar ein 4:0 gutgeschrieben. Egal – den 300. BSSM-Sieg eines Herderschach-Teams hatten wir uns irgendwie anders vorgestellt…


1. Runde

Der vorgesehene Gegner zog seine Mannschaft vor Turnierbeginn leider zurück. Wir nehmen die kampflosen Punkte entgegen, führen das Spiel aber nicht in der Chronik unserer Ergebnisse, weil die gegnerische Mannschaft gar nicht an der Meisterschaft teilnahm.