Abrafaxe-Turnier 2016

Bild Jahr für Jahr stehen an dieser Stelle Dank und Bewunderung für ein nahezu perfekt organisiertes Turnier mit weit über 300 jungen und ganz jungen Teilnehmern. Diesmal erteilen wir den "Machern" gern selbst das Wort – lesen Sie also bitte unser Interview.
Kommen wir hier gleich zum schachlichen Verlauf: Es war wieder eine Freude, die Begeisterung und den Tatendrang unserer jungen Spieler zu erleben. Gerade diejenigen, die noch wenig Turnierpraxis haben, nutzen solche Anlässe gern, um ihr Können zu zeigen. Mit der Zusammenstellung des Teams hatten die Trainer – wie immer – ein glückliches Händchen. So werden wir mit den heute eingesetzten Spielern sicher noch viele schöne Turniertage erleben.

C-Gruppe

Unseren jüngsten Spieler konnten wir diesmal in der C-Gruppe starten lassen. Taha hat bei seinem ersten externen Turnier vollauf überzeugt! Nach der Auftaktniederlage – der König ging bei eigentlich schon überlegener Stellung in eine gefährdete Matt-Ecke, aus der es kein Entrinnen gab – folgte ein kampfloser Punkt. Der zugeloste Gegner gönnte sich wohl eine Auszeit…
Taha (Foto links) ließ dann seinen ersten "echten" Sieg folgen, remisierte durch ein etwas glückliches Patt und ließ das Turnier mit einem Schweizer-System-Zick-Zack ausklingen. 50% sind ein sehr erfreuliches Turnierdebüt!

B-Gruppe

Bild Bild Sehr viel Freude hatte der Trainer an unseren fünf Startern im B-Turnier. Die erste Turnierhälfte gehörte einem fulminant aufspielenden Thore. Auch er trat erstmals bei einem externen Einzelturnier an. Thore (Foto rechts) startete mit 3 Siegen, darunter gegen zwei Spieler mit vierstelliger DWZ. Sein Erfolg gegen Adrian Kraft (DWZ 1131, am Ende des Tages Dritter!) gehörte – von beiden Spielern! – zum Besten, was heute in der B-Gruppe des Abragefaxels geboten wurde!
Dann verließen Thore etwas die Kraft und Kondition in den weiteren Partien gegen starke Gegner. Doch zur Schlussrunde raffte er sich wieder auf und beendet das Turnier mit 4 Punkten

In Thores Schatten eilte Kai nach einer Auftaktniederlage von Sieg zu Sieg. 5 Erfolge standen nach der 6. Runde zu Buche, darunter zuletzt gegen den bis dahin für uns unbezwingbar scheinenden Kazemir Boissel vom SSV Rotation. Fabian und Thore hatten sich an ihm schon die Zähne ausgebissen. Das Stopsignal in der letzten Runde durch die Nr. 1 der Setzliste (Maximilian Kröner, DWZ 1265 – und damit eigentlich über der DWZ-Grenze des B-Turniers) war nur noch ein Schönheitsfehler. Der Platz in den Top-10 war Kai (Foto ganz rechts) nicht mehr zu nehmen.

Bild Bild Im Gleichschritt absolvierten Maxim und Fabian das Turnier. In den ersten 6 Runden lieferten sie jeweils identische Ergebnisse ab, unterlagen dabei fast nur gegen Spieler mit vierstelliger DWZ. In Runde 7 führte sie das Los folgerichtig zusammen. Wie es zum Remis-Schluss kam, ist mir verborgen geblieben. Der Vorteil wechselte wohl im Laufe der Partie hin und her. Insgesamt zeigten beide schon sehr durchdachte Partieanlagen und ideenreiche Angriffe. Fabian (Foto links) war immer dann richtig stark, wenn er sich zur Ruhe und Konzentration ermahnte. Wenn das jetzt immer gelingt, setzt er bitte auch keinen Gegner mehr patt… Bild
Maxim (Foto ganz links) saß in der zweiten Runde sogar am Spitzenbrett. An seinen Partien hat mir gefallen, wie er sich auch in vorteilhafter Stellung geduldig den Gewinnweg austüftelte.

Das Ergebnis von Julian (Foto rechts) täuscht etwas über die gezeigte Leistung. Mit 3½ Punkten aus 5 Runden – darunter ein Remis gegen einen starken Gegner aus Frankfurt/Oder – war der Weg in die Spitzengruppe vorgezeichnet. Leider folgten zum Schluss aber zwei Niederlagen, und da ist das Schweizer System dann eben unerbittlich…

Bild Bild A-Gruppe

In der "Königsklasse" vertraten uns zwei Spieler, die schon Turniererfahrung im Verein und bei Meisterschaften gesammelt haben. So durfte man Plätze in der erweiterten Spitzengruppe erwarten. Diese Erwartung haben Ferdinand und Aram nicht enttäuscht. Mit 4½ und 4 Punkten können beide auf ein gelungenes Abrafaxe-Debüt blicken. Den internen Wettlauf entschied dabei Ferdi (Foto links) trotz zwischenzeitlichem Durchhänger mit starkem Endspurt knapp für sich. Zuvor hatte Aram (Foto ganz links) besser im Rennen gelegen, traf dann aber natürlich auf sehr starke Konkurrenz.
Im nächsten Jahr dürfen sie hier noch einmal antreten. Dann sollten sie mit weiter gewachsener Routine und durchgängig konzentriertem Auftritt noch ein wenig weiter vorn angreifen. Heute blitzte bei beiden in einigen Partien das Können auf, in anderen konnten sie es nicht ganz ausschöpfen.


Bericht und Fotos: Thomas Binder