Unser A-Team WK-IV in der Schnellschachmeisterschaft

Spieler Rd. 1 Rd. 2 Rd. 3 Rd. 4 Rd. 5 Punkte Einsätze
Nam Tham 1 1 1 1 1 5 5
Joachim Morczynski 1 1 1 ½ 0 5
Lepu Coco Zhou 1 1 1 1 ½ 5
Egor Popov 1   1   0 2 3
Duc Minh Nguyen   1   1   2 2
Tabellenspitze
1. Reinhardswald-Grundschule9 : 1 – 15 BP
2. Herder-Gymnasium8 : 2 – 17 BP
3. Grundschule am Kollwitzplatz7 : 3 – 14,5 BP

18 Mannschaften

Unsere Ergebnisse:
– Renée-Sintenis-Grundschule(18.)4 : 0
– Grundschule am Stadtpark Steglitz(14.)4 : 0
– Käthe-Kollwitz-Gymnasium(6.)4 : 0
– Grundschule am Kollwitzplatz(3.)3½ : ½
– Reinhardswald-Grundschule(1.)1½ : 2½

Lange sah es so aus, als könnte unsere WK-IV-Mannschaft heute ihrer Favoritenrolle gerecht werden. Nach zwei leichten Siegen gegen Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte folgte zunächst ein 4:0 gegen unsere Dauerkonkurrenten vom Kollwitz-Gymnasium.

Dann trafen wir im vermeintlichen Spitzenspiel auf den aktuellen Deutschen Meister der WK-V, die Grundschule am Kollwitzplatz. Auch hier gab sich unser Team keine Blöße, gewann klar und führte die Tabelle bereits deutlich an. Ein Unentschieden in der Schlussrunde hätte zum Titelgewinn gereicht.

Doch in einem dramatischen Endspiel unterlagen wir den heute einfach souveräner auftretenden Kreuzbergern.
Dabei begann alles nach Plan, als Nam seine Partie nach einem Angriffsfeuerwerk, wie wir es heute mehrfach sahen, schnell gewann. Nicht so gut ins Bild passte die schnelle Niederlage von Egor, doch noch schien der erforderliche Punkt in Reichweite.
Joachim und Coco waren ihren Gegnern um etwa 500 bzw. 300 DWZ-Punkte überlegen, und die Stellungen gaben lange auch keinen Anlass zur Sorge. Allerdings spielte vor allem Fabian Koulouris am 2. Brett eine couragierte Partie mit vielen guten Ideen und stellte Joachim immer wieder vor schwierige Probleme.
Schließlich gerieten unsere beiden Spieler in schwere Zeitnot und schafften es nicht, rechtzeitig den Schalter auf einen schnelleren Spielmodus umzulegen. Joachim geriet in dieser Phase auch schachlich auf die Verliererstraße. Coco konnte ihren sehr deutlichen Stellungsvorteil im entscheidenden Moment nicht umsetzen und musste am Ende zufrieden sein, dass der Gegner ein Dauerschach gab, statt die ablaufende Bedenkzeit auszuspielen.

Insgesamt bleibt eine gewisse Enttäuschung, dass wir das zweifellos vorhandene spielerische Potential heute nicht vergolden konnten. Davon ausdrücklich auszunehmen ist freilich Nam. Er brillierte mit fünf starken Partien und holte als einziger Spieler am Spitzenbrett eine makellose Bilanz. Mit 32½ aus 37 Meisterschaftspartien hat Nam nun auch die Spitze in unserer ewigen Rangliste übernommen, 87,8% bei mindestens 20 gespielten Partien sind der aktuelle Top-Wert. Aber vorsichtig: Gleich drei Verfolger lauern mit weniger als einem Prozentpunkt Abstand.
Joachim und Coco fehlte es in der entscheidenden Partie ein wenig an Cleverness. Egor leistet sich zurzeit eigentlich in jedem Turnier einen Aussetzer, der so gar nicht zu den sonst recht guten Partien passt. Auch das widerfuhr ihm heute im falschen Moment. Dafür hat sich Duc Minh bei seinem ersten Einsatz in einem Herder-Team für weitere Chancen empfohlen.

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Überzeugende 100% bei Nam,
Kleiner Wackler im entscheidenden Moment bei Joachim
Simultane Gesten bei Coco und Egor
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Nach getaner Arbeit schmeckt das Brötchen umso besser. Es sollte zwar eigentlich Gold sein, aber auch über Silber haben wir uns gefreut.