Herderschach-Weihnachtsturnier 2017

Alle Jahre wieder lassen sich die AG-Leitung und unser Partnerverein viel einfallen, um die ersten Monate des Schuljahres mit dem beliebten Weihnachtsturnier zu beschließen. Das kleine Jubiläum der 15. Austragung ging dann auch erneut reibungslos über die Bühne, hat sich doch bei den Organisatoren wohltuende Routine eingespielt. Ergänzt wurden die beiden AG-Leiter diesmal übrigens durch Pablo Schlesselmann – vor einem Jahr noch selbst am Start, jetzt Student und nebenbei "Verbandsschiedsrichter" im Berliner Schach.

Wie immer hat es allen riesig Spaß gemacht. Wenn es am Schachbrett mal nicht so gut lief, gab es immer eine willkommene Ablenkung und die Vorfreude auf die nächste Runde.
Herr Steinkrauß ließ sich vom künstlerischen Ambiente in den Räumen des Siemens-Kulturkreises inspirieren und eröffnete jeweils mit einem kleinen Reim, wie etwa "Diese Ruhe lob ich mir, weiter geht's mit Runde vier!"

Großes T(h)am-T(h)am an der Spitze und ein Déjà-vu auf dem Podium

Bild Bild Natürlich gehörten Minh und Nam zum Favoritenkreis. Die Überlegenheit, mit der sie das Turnier beherrschten, war aber schon sehr überzeugend. Nur im internen Duell wurde nach langem Kampf ein Remis abgegeben. Daneben stehen je sechs Siege und die souveräne Doppelspitze im Klassement.

Alle anderen Top-Spieler leisteten sich eben doch die eine oder andere Nachlässigkeit und konnten daher nicht in den Kampf um Platz 1 eingreifen.

Beim Nachzählen der Buchholz-Punkte zeigte sich dann, dass diesmal Minh die Nase vorn haben würde. Sein Bruder kommt als Titelverteidiger auf Platz 2. Kevin hatte in der Mitte des Turniers einen Punkt zu viel liegen lassen. So konnte er seine beiden Vereinskameraden nicht im direkten Duell fordern. Sein dritter Platz komplettierte allerdings das gleiche Siegerpodest wie vor einem Jahr, wobei alle Spieler die Position wechselten.

Die große Gruppe der Spieler mit 5 Punkten wird von Coco Zhou und Daniel Sulayev angeführt. Dabei musste Daniel der Debütantin aus Klasse 5 ganz knapp den Vortritt lassen. Sie war es auch, die Kevins Träumen von Platz 1 frühzeitig einen Dämpfer versetzte.
Dichtauf folgen mit Alec und Brian zwei erfahrenere Spieler. Alec lag schon vor einem Jahr ganz weit vorn. Diesmal glänzte er vor allem in der Partie gegen Daniel Lewin, womit er dessen Rekordjagd (siehe im 2. Teil des Berichtes) erheblich ausbremste.

Auf den vorderen Plätzen rangieren insgesamt erwartungsgemäß die Spieler, die in diesem Jahr bei vielen unterschiedlichen Turnieren ihr Können beweisen und Erfahrungen sammeln konnten. Dabei gab es aber erneut die eine oder andere Verschiebung, die wir aufmerksam verfolgt haben.
Bester Spieler ohne Vereinserfahrung war übrigens Thore – nach dem Pokalgewinn beim Herbst-Open ein erneuter Fingerzeig in die richtige Richtung.

Zweitbester Debütant war heute Duc Minh. Mit vier Siegen ließ er viele erfahrenere Spieler hinter sich.
Für viele weitere Spieler war fast alles neu. Sie fanden sich aber hervorragend in einem ihrer ersten Turniere zurecht und haben viel gelernt.

Und es war noch viel mehr los. Lesen Sie weiter im 2. Teil