Unser Team WK-I in der Berliner Schulschachmeisterschaft 2018/2019

WK-I

Aram Azarvash, Julian Egbert, Alec Dücker, Truc Lam Tran,
Konstantin Bobenko

Spieler F1 F2 Punkte Einsätze
Aram Azarvash 1 1 2 2
Alec Dücker ½ 1 2
Julian Egbert 0   0 1
Konstantin Bobenko 1 1 2 2
Truc Lam Tran   1 1 1

Sieben Mannschaften hatten zu Saisonbeginn für die Berliner WK-I-Meisterschaft gemeldet. Als am 18. März die Bretter aufgebaut wurden, traten nur noch zwei Schulen zum Wettkampf an.
Angesichts der jüngst beschlossenen Neustrukturierung der oberen Wettkampfklassen – die WK-II wird um einen Jahrgang verlängert und auf Sechser-Teams ausgedehnt – werden dann wohl für die frühere Königsklasse die Totenglöckchen läuten.
So kann es gut sein, dass unsere WK-I-Mannschaft – ein komplettes Siemensstädter Vereinsteam – der letzte Berliner WK-I-Meister geworden ist.

"Finale" am 18.03.2019 gegen das Käthe-Kollwitz-Gymnasium
Herder-Gymnasium 2½ : 1½
4 : 0
Käthe-Kollwitz-Gymnasium
Aram Azarvash 1 : 0 1 : 0 Torben Welzel
Alec Dücker ½ : ½ 1 : 0 Shlomo Ruhemann
Julian Egbert 0 : 1   Tobias Spranger
Konstantin Bobenko   1 : 0
1 : 0   Lewis Wittek
Truc Lam Tran   1 : 0

Wir einigten uns mit dem einzigen Konkurrenten spontan auf einen doppelrundigen Vergleich. GM Rabiega prognostizierte einen Wettkampf auf Augenhöhe und behielt damit zumindest im Hinspiel Recht. Mit offenem Visier wurde an allen vier Brettern gekämpft. Lange schien jeder Ausgang möglich, war doch vor allem die Partie am zweiten Brett mit beiderseitig bedingungslosem Königsangriff vollkommen unübersichtlich. Schließlich setzten wir uns knapp durch. Das Rückspiel verlief dann in wesentlich ruhigeren Bahnen und brachte uns einen ungefährdeten Sieg.

Ruhemann – Dücker Alec konnte seine erste Partie im Nachgang lückenlos rekonstruieren – eine Schlüsselqualifikation guter Schachspieler! Die Computeranalyse zeigt das Auf und Ab während dieser Partie: grün = weißer Vorteil, rot = schwarzer Vorteil, gelb = entscheidender Vorteil. Der Gewinnweg für Alec hätte darin bestanden, einen Turm zu opfern und damit dem anderen den Weg ins gegnerische Lager frei zu machen. OK – das gelang noch nicht. Aber die Grafik zeigt wunderschön, welche Wechselbäder der Gefühle man als Schulschach-Betreuer immer wieder erlebt.

Wäre das kleine Starterfeld nicht so ärgerlich, könnte man witzeln, dass wohl erstmals ein Herderschach-Team den vorletzten Platz seiner Altersklasse belegt. Doch dies ist dann eben gleichbedeutend mit der Goldmedaille. Sie ist krönender Schulschach-Abschluss für unsere Abiturienten Julian und Truc. Ihre drei Teamgefährten könnten (s. oben) im nächsten Jahr sogar noch eine Wettkampfklasse tiefer(!) auflaufen…