Kyas,Philipp (1506) – Galkin,Wladislaw (1457)
DEM U10 Willingen, 05.06.2006



1.d4 d5 2.Sf3 e6 3.Lf4 Ld6 4.Lg3 De7?!
Ein recht merkwürdiger Aufbau.

5.e3 Lxg3
Damit bereitet Schwarz die Eroberung des Bauern b2 vor. Ob ihm das gut bekommen wird?

6.hxg3 Db4+ 7.Sfd2 Dxb2!?
Das geht fast nie gut – auch hier nicht.

8.Sb3!
Sofort ist die Dame eingesperrt. Nun hat Weiß viel Zeit, sie zu erobern.

8…a5
Schwarz will den Springer vertreiben.

9.a4 Sf6
Der Springer zielt nach e4. Dagegen richtet sich der nächste weiße Zug.

10.Ld3 b6!?
Das wird sich als zu langsam erweisen. Alternativen an dieser Stelle untersuchen wir in einer gesonderten Analyse.

11.Dd2 c5
Das Muster für den Damenfang mit Sb1-c3 und Ta1-a2 steht fest. Schwarz kann nur noch versuchen, den Schaden zu begrenzen.

12.Sc3 La6
Ein Ablenkungsversuch. Die genaueste Lösung wäre nun

13.Sd1
[13.Lxa6? und Schwarz behält Recht. 13…Sxa6 14.Ta2 Se4! Das war der Sinn der Ablenkung des Läufers d3. 15.Txb2 Sxd2 16.Kxd2 cxd4 17.Sxd4 Freilich steht auch jetzt Weiß klar auf Gewinn, aber er hat eben "nur" eine Mehrfigur.

In der Partie folgte 13.Ta2? Dxa2 14.Sxa2 c4 15.Sbc1 cxd3 16.Sxd3 Der weiße Vorteil mit Dame gegen Turm und Läufer ist nur gering. 16…Sbd7 17.f3 0-0 18.Kf2 Tac8 19.c3 Tc7 20.Dc2 Tfc8 21.Se5 h6 22.Tc1 Sxe5 23.dxe5 Sd7 24.f4 Tc4 25.g4 Sc5 26.Kg1 Mittlerweile steht Schwarz – der nun den Bauern a4 erobert – schon etwas besser. In Anbetracht der voran gegangenen Aufregungen einigten sich die Spieler hier auf Remis.]

13…Dxa1 14.Sxa1 c4 15.Le2 Se4 16.Dc1
Obwohl die schwarze Stellung recht druckvoll aussieht, wird der Nachziehende sein klares materielles Defizit nicht auf Dauer ausgleichen können.