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Unsere A-Mannschaft musste zum Saisonstart auf einige Stammkräfte verzichten. So hat z. B. Robin heute den Berlin-Marathon unter 3½ Stunden absolviert – Alle Achtung! Das Ergebnis mit einem Unentschieden in Kreuzberg ist sicher ein kleiner Dämpfer für unsere Aufstiegsambitionen, aber verloren ist damit noch nichts. Für die Schilderung der Partien gebe ich Aram das Wort.
Meine Partie entschied sich aus der Eröffnung heraus, als mein Gegner ausgerechnet in der Königsindischen Verteidigung auf einmal am Damenflügel angreifen wollte, während das Zentrum und der Königsflügel zerbrachen.
In seinem Einstand für die Erste hatte Jan aus der Eröffnung heraus leider Schwierigkeiten, einen sicheren Ort für seinen König zu finden. Es ging folgerichtig erst einer, später dann durch den Druck des Gegners noch mehr
Bauern verloren, auch wenn Jan lange weiterkämpfte.
Die Kreuzberger Führung hielt aber nicht lange: Alper hatte seine Partie früh in die richtige Bahn geleitet und gewonnen, auch wenn er mit seinem "interessanten" Eröffnungsstil zunächst die strengen Blicke seiner nicht
ganz glücklichen Mannschaftskameraden auf sein Brett zog.
Thomas landete im Schwerfigurenendspiel und spielte, wie man es von ihm gewohnt ist, den kleinsten Vorteil konsequent aus, bis er die Partie für sich entscheiden konnte. Dabei warf er sehenswert alle Bauern
in Richtung des gegnerischen Königs – spielte f5, g5, h5, dann später sogar g4 und ließ sich dabei nie von den drohenden Dauerschachs der gegnerischen Dame irritieren. Belohnt wurde er mit einem unausweichlichen Matt.
Währenddessen hatte Henry in einer sehr chaotischen Eröffnung eine Figur gegen einen "Doppelfreibauern" gewonnen. Gegen den vorderen Freibauern musste Henry diese Figur dann leider wieder hergeben, sodass am Ende ausgerechnet
der zweite dieser Bauern den Druck so weit erhöhte, dass auch Henrys sehr genaues Spiel nicht mehr ausreichte, um die Niederlage abzuwenden.
Mark konnte seinen Gegner lange überspielen, übersah aber im entscheidenden Moment eine Mattdrohung, welche dem Gegner noch als letzter Ausweg bereitstand. Im darauffolgenden Endspiel ließ sich leider nicht mehr als der halbe Punkt aus der Stellung kneten, sodass wir nun beim Stand von 3½:3½ ein wenig zittern mussten. Joram hatte seinen Gegner zwar lange im Griff und stand zwischenzeitlich vermutlich kurz besser. Gegen Ende seiner Partie passierte ihm aber ein kleiner Fauxpas; er ließ seinen angegriffenen Turm einfach stehen und landete nun im Endspiel Springer gegen Turm, bei jeweils 5 Bauern. Glücklicherweise gelang es ihm, die Bauern abzutauschen und zum Schluss zeigte er, dass er die Verteidigung "Springer gegen Turm" sicher beherrscht.
| SC Kreuzberg V | SF Siemensstadt | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Julian Dehne | 1929 | 0 : 1 | 1994 | Aram Azarvash |
| 2 | Michael Steiger | 1916 | + : – | 2014 | Kai Tonke |
| 3 | Michael Wollenzien | 1904 | ½ : ½ | 1998 | Mark Bakulin |
| 4 | Yogesh Bedekar | 1859 | 1 : 0 | 1999 | Henry Oelmann |
| 5 | Marten Reichenau | 1860 | ½ : ½ | 2023 | Joram Gmeiner |
| 6 | Gerhard Grob | 1830 | 0 : 1 | 1964 | Thomas Glatthor |
| 7 | Jens-Oliver Bock | 1851 | 0 : 1 | 1889 | Alper Koç |
| 8 | Franz Konieczny | 1841 | 1 : 0 | 1746 | Jan Skirstymonsky |
| 4 : 4 | |||||
Bericht: Aram Azarvash