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Das Saison-Märchen der Dritten geht weiter. Als Abstiegskandidat gestartet, setzen wir uns in der Spitzengruppe fest.
Konstantin und sein Gegner wiederholten bereits gegen Ende der Eröffnung die Züge und einigten sich nach nur 40 Minuten auf Remis. Interessanter als die Partie war wohl die Feststellung, dass hier zwei Spieler mit einem Altersunterschied von 72 Jahren aufeinander trafen.
Meine ersten Rundgänge ließen keineswegs einen Kantersieg erwarten. Maksim hatte im Angriffswirbel eine Figur liegen lassen. Das merkte man aber erst beim Nachzählen, die Stellung war immer noch so scharf, dass jedes Ergebnis möglich schien. Bjarne gewann früh einen ganzen Turm, doch dann ließ er sehr starkes Gegenspiel zu und brachte seine Stellung ernsthaft in Gefahr. Erst als er noch einmal alle Konzentration zusammen nahm, bekam er die Partie wieder in die Hand und brachte uns nach gut einer Stunde in Führung.
Robert spielte eine sehr konzentrierte und sichere Partie. Er sammelte zunächst zwei Bauern ein und fing dann mitten auf dem Brett einen gegnerischen Läufer. Der Rest war Formsache und unser Sieg begann sich abzuzeichnen. Letzte Zweifel beseitigte Maksim, dessen Gegner trotz Mehrfigur keine Gewinnidee fand. Beim Stand von 3:1 für uns liefen also noch die Partien der oberen vier Bretter.
Hier hatten wir in drei von vier Partien materiellen Vorteil. Diesen verwertete zuerst Roland. Sein Gegner versuchte zwar
noch mit einigen Nadelstichen Verwirrung zu stiften, doch unser Spitzenbrett verteidigte sich aufmerksam und gewann das Springerendspiel mit
zwei Mehrbauern.
Die Partie von Peter war durch gegenseitige Angriffe auf entgegengesetzten Flügeln gekennzeichnet. Dabei machte ich mir um Peters
offene Königsstellung und unentwickelten Königsflügel wohl unnötige Sorgen. Er wehrte alle Drohungen sicher ab, drang dann auf Brettesbreite
in die gegnerische Stellung ein und gewann sicher.
Meine eigene Partie war ereignisarm, ich musste lange ein Leichtfigurenendspiel mit schlechterem Läufer verteidigen. Das gelang mir halbwegs, doch ließ der Gegner einmal eine bessere Möglichkeit aus und bot schließlich Remis – gerade als er eine Gewinnstellung erreicht hatte.
So konnte ich dann noch etwa eine halbe Stunde genüßlich zusehen, wie Georgij sehenswert gewann, wobei der Gegenspieler wohl etwas zu lange auf Rettung hoffte.
| SF Nord-Ost V | SF Siemensstadt II | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Peter Andrasch | 1486 | 0 : 1 | 1695 | Roland Gase |
| 2 | Heinz Borgwardt | 1510 | ½ : ½ | 1589 | Thomas Binder |
| 3 | Wolfgang Hartmann | 1427 | 0 : 1 | 1640 | Georgij Stambler |
| 4 | Saleh Bashammakh | 1445 | 0 : 1 | 1397 | Peter Khutko |
| 5 | Werald Kalähne | 1302 | 0 : 1 | 1218 | Bjarne Zais |
| 6 | Klaus-Dieter Wagner | 1298 | ½ : ½ | 1260 | Maksim Morozov |
| 7 | Dieter Blume | 1261 | 0 : 1 | 1320 | Robert Groß |
| 8 | Prof. Heinz Welfle | 1218 | ½ : ½ | 1147 | Konstantin Hansch |
| 1½ : 6½ | |||||
Bericht: Thomas Binder