1.e4
e5
2.Sf3
Sc6
3.Lc4
Lc5
4.b4
Das Evans-Gambit. Diese chancenreiche Angriffsvariante hat über die Jahrhunderte nichts an ihrer Attraktivität verloren und wird auch heute noch gelegentlich auf höchstem Niveau gespielt.
4…Lxb4
5.c3
La5
Auch nach c5 oder e7 kann der Läufer gehen.
6.d4
exd4
7.0-0
d3
8.Db3
Df6
9.e5
Dg6
10.Te1
Sge7
11.La3
Eine typische Stellung für eine Gambitpartie. Weiß hat 2 Bauern weniger, aber alle Figuren stehen zum Angriff bereit. Die schwarzen Figuren hingegen stehen zusammenhanglos in der Gegend herum.
11…b5
Anders kann Schwarz seinen Läufer nicht befreien.
12.Dxb5
Tb8
13.Da4
Lb6
14.Sbd2
Lb7
15.Se4
Df5?
[ Etwas besser ist die Ablenkung 15…d2
16.Sexd2
0-0
mit nur leichtem Vorteil für Weiß.]
16.Lxd3
Dh5
17.Sf6+!!
Es geht darum, Linien zu öffnen. Dafür opfert Anderssen sogar eine Figur.
17…gxf6
18.exf6
Tg8
Schwarz hofft auf Gegenspiel über die g-Linie und die langen Diagonalen.
19.Tad1
Dxf3
Hat Weiß etwas übersehen? [ Schwarz läßt eine bessere Konterchance aus: 19…Txg2+
20.Kxg2
Se5
Doch auch jetzt ist der weiße Angriff sehr stark. 21.Dxd7+!
Notwendig, aber gut. Ohne diesen Zug dringt schließlich der schwarze Konter durch. ( 21.Le4?
Dg4+
22.Kh1
Sxf3
23.Lxb7
( 23.Lxf3
Lxf3#
) 23…Dxa4
; 21.Te3
Lxf3+
22.Txf3
Dxf3+
23.Kg1
Dxf2+
24.Kh1
Df3#
; 21.Df4
Lxf3+
22.Kg3
S7g6
23.Db4
Dg5+
24.Kh3
Dg2#
) 21…Kxd7
22.Lg6+
Ke6
23.Lxh5
Tg8+
24.Kh3
] Nein, denn seine Figuren spielen zusammen wie in einem Uhrwerk.
20.Txe7+!
Sxe7?
Das wird schnell Matt. [ Wenn Schwarz alles überblickt hätte, hätte er wohl das Opfer abgelehnt. 20…Kd8
21.Txd7+!
Kc8
22.Td8+
Kxd8
23.Le2+
Sd4
24.Lxf3
Lxf3
25.g3
Lxd1
26.Dxd1
Tg6
27.cxd4
und Weiß bleibt im Vorteil – wenn auch nicht so spektakulär wie in der Partie.]
21.Dxd7+!!
Ein Damenopfer zur Krönung.
21…Kxd7
[ 21…Kf8
22.Lxe7#
]
22.Lf5+
Ke8
[ 22…Kc6
23.Ld7#
]
23.Ld7+
Kf8
[ 23…Kd8
24.Lxe7#
]
24.Lxe7#
1-0