Ich hatte früh in der Partie eine Qualität gewonnen, diese dann zurückgegeben, um diese klar gewonnene Endspielstellung zu erreichen. Der Plan für Weiß ist klar: Der König erobert die gegnerischen Bauern. Doch hier hätte man innehalten und das schwarze Gegenspiel maximal einschränken müssen. Dazu muss man erkennen, dass Schwarz durch Angriffe auf den weißen Läufer gerade genügend Zeit gewinnt, sich ins Remis zu retten.
52.Le1
Weiß entzieht den Läufer gegnerischen Angriffen. Wichtiger aber ist die Erkenntnis, dass Schwarz aktuell nichts zur Verbesserung seiner Stellung tun kann, insbesondere nicht zum Vorankommen seines Königs.
[In der Partie ging ich zu direkt vor: 52.Ke5??
Kc6
(52…Se4
remisiert sofort 53.Le1
Kc4
) 53.Ld4
(53.Le1!
) 53…Se4
54.Ke6
Sxg3
55.Kf6
Kd5
56.Le5
Ke4
57.Kxg6
Kf3
58.Kg5
Ke4
remis]
52…Sd3
53.Ld2
Schwarz hat keine aktiven Möglichkeiten.
53…Sc5
[53…Sf2
54.Ke6
Sh1?
55.Le1
Kc4
56.Kf6
Kd3
57.Kxg6
Ke2
58.Kxh5
Kxe1
59.Kg5
Sxg3
60.h5
Sxh5
61.Kxh5
Kf2
62.Kg5
Kf3
63.Kxf5+-
]
54.Lc3
Immer noch hält Weiß den gegnerischen König maximal ab. Der Läufer hingegen tanzt den Springer aus. [54.Ke5
Kc4
55.Kf6
Se4+
56.Kxg6
Sxd2
57.Kxh5
Kd5
58.Kg6
Ke6
59.Kg5
Se4+
]
54…Se4
55.Le1
Sc5
56.Ke5
Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, zu den Bauern aufzubrechen. Kurioserweise gerade in dem Moment, wo Schwarz per Springergabel den Läufer gewinnt.
56…Sd3+
57.Kf6
Sxe1
58.Kxg6
Kc6
59.Kxh5
Kd5
Der Unterschied zu der Stellung nach 57 Zügen in der Variante zuvor ist nur in der Stellung des Springers. Das ist hier aber entscheidend.
60.Kg5
Ke6
61.Kg6
Sd3
62.h5
Sc5
63.h6
Sd7
64.h7
Sf8+
65.Kg7
Sxh7
66.Kxh7
Ke7
67.Kg6
Ke6
68.Kg5+-
*