Binder,Thomas – Gmeiner,Joram
Berlin, 12.06.2026

Ich hatte früh in der Partie eine Qualität gewonnen, diese dann zurückgegeben, um diese klar gewonnene Endspielstellung zu erreichen. Der Plan für Weiß ist klar: Der König erobert die gegnerischen Bauern. Doch hier hätte man innehalten und das schwarze Gegenspiel maximal einschränken müssen. Dazu muss man erkennen, dass Schwarz durch Angriffe auf den weißen Läufer gerade genügend Zeit gewinnt, sich ins Remis zu retten.

52.Le1
Weiß entzieht den Läufer gegnerischen Angriffen. Wichtiger aber ist die Erkenntnis, dass Schwarz aktuell nichts zur Verbesserung seiner Stellung tun kann, insbesondere nicht zum Vorankommen seines Königs.
[In der Partie ging ich zu direkt vor: 52.Ke5?? Kc6 (52…Se4 remisiert sofort 53.Le1 Kc4 ) 53.Ld4 (53.Le1! ) 53…Se4 54.Ke6 Sxg3 55.Kf6 Kd5 56.Le5 Ke4 57.Kxg6 Kf3 58.Kg5 Ke4 remis]

52…Sd3 53.Ld2
Schwarz hat keine aktiven Möglichkeiten.

53…Sc5
[53…Sf2 54.Ke6 Sh1? 55.Le1 Kc4 56.Kf6 Kd3 57.Kxg6 Ke2 58.Kxh5 Kxe1 59.Kg5 Sxg3 60.h5 Sxh5 61.Kxh5 Kf2 62.Kg5 Kf3 63.Kxf5+- ]

54.Lc3
Immer noch hält Weiß den gegnerischen König maximal ab. Der Läufer hingegen tanzt den Springer aus. [54.Ke5 Kc4 55.Kf6 Se4+ 56.Kxg6 Sxd2 57.Kxh5 Kd5 58.Kg6 Ke6 59.Kg5 Se4+ ]

54…Se4 55.Le1 Sc5 56.Ke5
Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, zu den Bauern aufzubrechen. Kurioserweise gerade in dem Moment, wo Schwarz per Springergabel den Läufer gewinnt.

56…Sd3+ 57.Kf6 Sxe1 58.Kxg6 Kc6 59.Kxh5 Kd5
Der Unterschied zu der Stellung nach 57 Zügen in der Variante zuvor ist nur in der Stellung des Springers. Das ist hier aber entscheidend.

60.Kg5 Ke6 61.Kg6 Sd3 62.h5 Sc5 63.h6 Sd7 64.h7 Sf8+ 65.Kg7 Sxh7 66.Kxh7 Ke7 67.Kg6 Ke6 68.Kg5+- *