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Aktuelle Nachrichten

Mai 2023

Henry in Wittstock

Zum neunten Mal wurde am Pfingstwochenende in Wittstock unter dem Motto "Ran an den Turm" gespielt. Leider lief es für Henry diesmal nicht nach Wunsch. Ihm gelangen zwei Siege in fünf Partien.

Himmelfahrtsturniere in Berlin und Potsdam

Das Himmelfahrts-Wochenende ist traditionell Schachturnier-Zeit. Um die Gunst der Berliner Schachfreunde warben zeitgleich mindestens zwei Veranstalter. Da war zunächst die SG Lasker mit ihrem zweiten Rudolf-Teschner-Gedenkturnier im edlen Ambiente des Rathauses Schöneberg. In einer Potsdamer Sporthalle hat der dortige PSV Mitte sein X. Sommer-Open ausgerichtet.
Thomas Binder wählte traditionell den kurzen Weg von Spandau nach Potsdam und schrammte mit guten 4½ Punkten nur knapp an den Preisrängen vorbei.
Bild Jürgen Poethke hatte sich für sein Open-Debüt ausgerechnet das mega-stark besetzte Teschner-Turnier ausgewählt, wo ihn die Setzliste gnadenlos an vorletzter Stelle führte. Mit zwei Remisen konnte er diese Position schließlich auch bestätigen.

Henry ist (wieder) Weltmeister

Mega-Erfolg für Henry. Bei der ACO-Amateur-WM hat Henry die Kategorie C gewonnen. Damit holte er sich nach dem Seniorentitel 2022 in der gleichen Kategorie seine zweite "Weltmeisterschaft". Einmal mehr erwies sich Henry als Mann für die entscheidenden Momente. Nach einem gut gelaufenen Turnier unterlag er in der Vorschlussrunde gegen den letzten verbliebenen Rivalen und musste zum Schluss wieder "all in" gehen. Dass er das pefekt kann, haben wir ja in letzter Zeit oft bewundern dürfen.

Was folgt jetzt? Nach Carlsens Rücktritt ist die "echte" WM doch vergleichsweise billig zu haben…

Bild Noch besser präsent

Die DWZ-Seite des Deutschen Schachbundes ermöglicht ab sofort auch die Hinterlegung des Logos und der Homepage-Adresse. Dieses Angebot haben wir natürlich angenommen und damit auch an dieser Stelle unsere Sichtbarkeit verbessert.

Bild Vereinsteam als Schulmannschaft erfolgreich

Ausnahmsweise hier ein Bericht vom Jugendschach – ansonsten wie immer in aller Ausführlichkeit auf der Herderschach-Seite:

Erstmals vertrat ein komplettes Vereinsteam der Schachfreunde Siemensstadt das Land Berlin bei der Deutschen Meisterschaft der Schulen. An Position 12 gesetzt, steigerte sich die Mannschaft und kam mit tollem Einsatz in der letzten Runde auf Platz 9 unter den Meistern aller Bundesländer. Vier Siegen stehen drei Niederlagen gegenüber.

Die Mannschaft harmonierte hervorragend, war sich jederzeit der ehrenvollen Aufgabe bewusst und fokussierte sich voll auf den Erfolg. Gegen die etwa gleichwertigen Teams aus Hamburg und Mainz wurden Big Points geholt.

Glückwunsch an Juri Ciesinger (Kapitän, 2½ aus 7 am Spitzenbrett), Viktor Le May (4 aus 7), Jan Skirstymonsky (5 aus 6), Maxim Khutko (1 aus 4) und Jan Dantsig (2 aus 4).

April 2023

Bild 960 zum Zweiten

Für den 28. April war eigentlich ein Training mit Atila Figura vorgesehen. Doch ausgerechnet beim Aufbruch zuhause war Atila ein kleines Missgeschick passiert, so dass er nicht nach Siemensstadt kommen konnte.
Wir machten aus der Not eine Tugend und spielten mit 21 Teilnehmern (darunter drei Gäste) ein Chess960-Turnier über fünf Runden. Ausgelost wurden die Positionen 552, 375, 119, 222 und 360. Running Gags des Abends waren Springer auf Eckfeldern, Rochaden im ersten Zug und Türme, die plötzlich schon nach wenigen Zügen unrettbar einem gegnerischen Läufer ausgeliefert sind.
Wieder einmal zeigte sich, dass die internen Hierarchien in dieser Spielweise ganz andere sein können, als im klassischen Schach. Gleich fünf Spieler beendeten das Turnier punktgleich an der Spitze mit je vier Punkten: Kai Tonke, Severin Göbel, Brian Heinze, Robin Toebs und Viktor Le May bildeten die Spitzengruppe. Leistungsträger der 1. Mannschaft wie Henry und Jan Holger konnten nicht in den Kampf um Platz 1 eingreifen, und der Vereinsvorsitzende wurde gar nur Vorletzter.

Zehn Spieler beim BEM-Qualiturnier – sensationelle Erfolge

Beim Offenen Turnier der Berliner Meisterschaft vertraten uns zehn Schachfreunde – nur zwei Vereine waren mit größeren Abordnungen in Lichtenrade dabei. Die Spieler und einige regelmäßige Zuschauer aus unseren Reihen präsentierten sich als perfektes Team mit schönem Zusammenhalt und Freude über den Erfolg des jeweils anderen.
Am Ende stehen für uns drei Preistitel und viele sensationell gute Ergebnisse. Henry belegt Platz 3 punktgleich mit dem Turniersieger, bezwingt diesen in der Schlussrunde am Spitzenbrett mit Springer-Läufer-Matt und besiegt mindestens einen weiteren Zweitausender. Jan Holger lag bis kurz vor Schluss in der Spitzengruppe, bezwang u.a. die Schachfreunde Krefenstein (2111) und Sitte (2035) und remisierte gegen den an Platz 1 gesetzten Ralf Schnabel (2212). Platz 3 in der Wertung "unter 1900" ist der verdiente Lohn.
Sensationelles Turnierdebüt für Joram! Mit 6 Punkten platziert er sich weit vorn und wird eine Erst-DWZ weit über 1800 bekommen. Highlight war der Sieg in der Schlussrunde gegen Jaroslav Verbitsky (DWZ 1924). Ein sehr starkes Turnier gelang auch Aram, der wohl ebenfalls die 1800er-Marke überspringt – verdient u.a. durch ein Remis gegen DWZ 2041 und gleich drei Siege gegen 1900er! Robin, Florian und (trotz "nur" 3 Punkten) Uladzimir erreichen DWZ-Gewinne, überzeugten vor allem punktuell in einzelnen Partien, Florian z. B. in der Auftaktrunde mit Remis gegen Peter Held (DWZ 1925). Alle drei hatten im Turnierverlauf leider auch einen kleinen "Hänger", von dem sie sich jedoch gut erholten. Das gilt auch für Achim der seine DWZ etwa bestätigt hat. In der ersten Wochenhälfte überzeugte er mit zwei Remisen gegen 1800er.
Eine Riesensteigerung gelang unserem jüngsten Teilnehmer: Maxim gewinnt satt dreistellig an DWZ und wird Dritter der Wertung "unter 1300". Einige Partien zeigten noch deutlich mehr Potential, als es das Ergebnis schließlich ausdrückt. Jairo musste in seinem ersten langen Open dem kräftezehrenden Turnieralltag Tribut zollen. Der Fehlstart (0 aus 4) entmutigte ihn aber nicht. So holte er aus den verbleibenden Runden immerhin ein 50%-Ergebnis.

Für ausführliche Tagesberichte klicken Sie bitte auf den kleinen schwarzen Pfeil.

Robin, Runde 2 Runde 1: Der erste Tag brachte den Sieg für Robin im internen Duell gegen Joram und einen weiteren vollen Punkt für Jan Holger. Remis erreichten Henry, Aram und Florian, wobei die beiden jüngeren Spieler gegen deutlich höher gewertete Konkurrenz aufhorchen ließen.

Runde 2: Es gibt Partien, da ist das Ergebnis zweitrangig. Eine solche spielte heute Maxim, der gegen einen renommierten Gegner nach einer Glanzleistung eine Mehrfigur und weitere Vorteile hatte – bis der Gegner ein Mattbild erspähte. Auch bei Jairo lief es unglücklich: Er war nach Bauernumwandlung nicht konsequent genug, ließ auch dem Gegner eine neue Dame auferstehen (ok – es ist Ostern) und verlor noch. Vier Punkte verbuchten wir durch Achim, Joram (schöner Angriffssieg), Robin und Henry. Robin ist in nebenstehender Stellung mit Schwarz am Zuge. Nach 30… Dd6 ist gegen den Damenfang mit den Türmen auf a8 und b8 nichts zu finden.

Runde 3: Unsere bislang erfolgreichste Runde bringt mit sechs Punkten eine positive Tagesbilanz. Siege gehen auf das Konto von Achim, Jan Holger (nach sehenswertem aber ungenauem Damenopfer seines Gegners), Uladzimir, Aram und Henry. Joram (weiter auf 1700-Kurs) und Maxim (gegen einen 400 DWZ-Punkte stärkeren Gegner) spielten remis.

Runde 4: Nochmalige Steigerung der Tagesausbeute: Heute gehen sieben Punkte nach Siemensstadt. Herausragend dabei die Siege von Henry gegen einen 2000er und Aram gegen einen 1900er, ebenso das Remis von Achim (ungleiche Läufer bei zwei Minusbauern) gegen einen 1800er. Dass Joram gegen einen 1600er gewinnt, durfte man schon fast erwarten. Hinzu kommen die ersten vollen Punkte für Maxim und Florian, ein weiterer Sieg für Jan Holger und ein standesgemäßes Remis von Uladzimir.

Jan Holger, Runde 6 Runde 5: An Brett 3 und 4 saßen heute zwei Spieler unseres Vereins. War schon das beachtlich, so setzte Jan Holger diesem Erfolg mit seinem Sieg gegen Sergej Krefenstein (DWZ 2111) die Krone auf. Wieder einmal zeigte sich, dass man mit Springer und Randbauer gegen einen Springer gute Gewinnchancen hat. Weitere Gewinnpartien gehen auf das Konto von Robin, Florian und (endlich) Jairo. Achim erreichte ein beachtliches Remis gegen einen Gegner mit 250 Punkten DWZ-Vorsprung. Unter den verlorenen Partien ist erneut jene von Maxim hervorzuheben. Er hatte gegen einen 1600er eine eigentlich "unverlierbare" Stellung, bis ihm in Zeitnot doch noch ein Fehler unterlief.

Runde 6: Jan Holger setzt sich in der Spitzengruppe fest. Heute gewann er gegen Adrian Sitte (DWZ 2035), wenn auch mit einem für den Gegner tragikomischen Finale – siehe Bild rechts. Die beiden schwarzen Freibauern wiegen den Turm mehr als auf, aber selbst mit Schwarz am Zuge ist sein König im Mattnetz (g2-g4-g5#) gefangen. Nach c3-c2 würde zwar eine Dame auf c1 das Matt decken, doch Weiß antwortet Ta7-c7 und hält die Bauern auf, weil nach d3-d2 dieser Bauer ausgerechnet der Deckung durch c2-c1D im Wege stünde.
Weitere Siege steuerten Aram gegen einen 1800er und Jairo bei. Das außerordentlich kompakte Ergebnis dieser Runde komplettieren die Remispartien von Florian, Henry, Robin (gegen DWZ 1998) und Joram sowie nach einer ausgekämpften Partie im Familienderby der Khutko-Brüder.

Aram, Runde 8 Runde 7: Licht und Schatten waren heute etwa gleichmäßig verteilt. Dafür strahlte das Licht am Spitzenbrett umso heller, wo Jan Holger gegen den an Nr. 1 gesetzten Ralf Schnabel remisierte. Auf der Habenseite stehen die Gewinnpartien von Joram (im internen Duell gegen Florian), Henry, Aram (gegen DWZ 1936!) und Uladzimir. Jairo setzte seine Aufholjagd mit einem Remis fort.

Runde 8: Jan Holger bleibt konzentriert und sicher. Auch FM Federau kommt gegen ihn nicht über ein Remis hinaus. Mit 6 Punkten liegt er in der Spitzengruppe, zu der nun auch Henry mit einem sicheren Sieg aufgeschlossen hat. Joram gewann kampflos, konnte sich die Reise nach Lichtenrade sparen, weil die zugeloste Gegnerin rechtzeitig absagte. Im vierten und vorletzten internen Duell dieser Tage behielt Florian die Oberhand gegen Uladzimir. Unsere Glanzpartie spielte Aram. Nach dem wunderschön erspielten Sieg gegen einen 1900er ist er weit vorn dabei. In der links abgebildeten Stellung leitete Aram mit dem Springeropfer 21… Sfxg4+ den schließlich gewinnbringenden Angriff ein. Abgerundet wird die Tagesbilanz durch ein Remis von Maxim gegen einen gut 400 DWZ-Punkte "schwereren" Spieler.

Joram, Runde 9 Henry, Runde 9 Runde 9: Die Schlussrunde hielt uns noch einige Highlights bereit. Henry gewinnt gegen den Turniersieger FM Syré nach konzentrierter Partie. (Foto links – Quelle: Homepage des BSV) Fun Fact: Zum zweiten Mal innerhalb eines knappen Jahres muss er in der letzten Runde eines wichtigen Turniers das Matt mit Springer und Läufer demonstrieren – aber "gelernt ist gelernt".
Zweites Highlight war die Gewinnpartie von Joram gegen Jaroslav Verbitsky (DWZ 1924). Nach einem ungenauen Opfer verschmähte der Gegner das Remis und gab Joram so die Gelegenheit, seinen Vorteil im Endspiel mit viel Phantasie umzusetzen. In der rechts abgebildeten Stellung ist der Sieg schon nahe, die Gewinnführung mit 42.c6 Kg7 – 43.c7 Tc6 – 44.Sf8 Kf7 – 45.Td7+ aber durchaus sehenswert. Maxim gewann unser fünftes Vereinsderby gegen Jairo. Mit weiteren Gewinnpartien zeigten sich Florian, Robin und Achim gut erholt, nachdem in den letzten Tagen nicht alles nach Wunsch gelaufen war.

Warum in die Ferne schweifen?

Vierer-Wochenendturniere gibt es ja auch vor der eigenen Haustür. Diesmal war Jairo also beim SC Zitadelle zu Gast. Aus den drei Partien gegen mehrheitlich leicht besser eingestufte Gegner holte er diesmal einen Sieg.

März 2023

"10 oder Null"

Unter diesem Titel organisierte der SK Caïssa Hermsdorf eines der immer beliebter werdenden Drei-Runden-Turniere. In nach DWZ-Vorwert abgestuften Vierergruppen ermittelt man an nur einem Tag die Klassensieger. Jairo wird immer mehr zu einem Spezialisten für dieses Format. Diesmal war er in seiner Gruppe als "Letzter" gesetzt und holte sich mit zwei Punkten den 2. Platz. Erneut kann er seine DWZ verbessern und kratzt nun an der 1500er-Marke.

Bild Ehrenmitgliedschaft für Thomas Glatthor

In Würdigung von mehr als 60 Jahren Mitgliedschaft hat die Mitgliederversammlung Thomas Glatthor die Ehrenmitgliedschaft verliehen. Siehe dazu die ausführliche Würdigung seiner Verdienste.

Ein Verein zum Wohlfühlen

Eine rundum positive Bilanz des Vereinslebens, der sportlichen Erfolge und der wichtigen Aufgaben im letzten Jahr konnte von unserer Mitgliederversammlung 2023 gezogen werden. Nach den sportlichen Ehrungen durch unseren Spielleiter erstatteten die Vorstandsmitglieder Bericht. Der 1. Vorsitzende konzentrierte sich dabei auf die Herauslösung aus dem Kulturkreis Siemens und den gut bewältigten Umzug an neue Standorte. Sein Fazit mündete in das Zitat eines Mitglieds aus dem vorigen Monat "Die Leute fühlen sich wohl".

Anschließend wurde der Vorstand neu gewählt. Thomas Binder, Tim Rettig, Brian Heinze, Aram Azarvash und Jugendsprecher Kai Tonke wurden mit den Stimmen der 18 Anwesenden in ihren Ämtern bestätigt. Hans-Joachim Schilly trat nach mehr als zwei Jahrzehnten im Vorstand nicht mehr an. Er hinterlässt den Verein als bisheriger Schatzmeister in einem wirtschaftlich sehr guten Zustand. Zu seinem Nachfolger wählten die Mitglieder den Schachfreund Jan Holger Neuenbäumer. Als zweiter Beisitzer gehört nunmehr Jairo González Alvis dem Vorstand an.
Kassenprüfer bleiben Henry Oelmann, Thilo Steinkrauß und Thomas Glatthor.

In der Diskussion wurden einige Anregungen gegeben, das Vereinsleben nach den Umbrüchen der letzten Jahre noch weiter zu optimieren, damit die eingangs zitierte Einschätzung auch weiterhin gültig bleibt.

Jairo auf Fortbildung

Vom 10. bis 12. März fand in der Akademie des Sports in Hannover ein Schachwochenende statt, organisiert vom Niedersächsischen Schachverband. Die Veranstaltung bot eine Vielzahl von Themenbereichen wie Schachpädagogik, Psychologie, Schach und Bewegung sowie Schachtraining für Trainer, Spieler und Betreuer an.
Als Mitglied von SF Siemensstadt fand ich spezifische Themen von persönlichem Interesse, wie beispielsweise Schach und Sport (Schach in Bewegung) sowie die kognitive Theorie von Jean Piaget in Zusammenhang mit Schach. Piaget war einer der einflussreichsten Entwicklungspsychologen des 20. Jahrhunderts und interessierte sich auch für Schach und seine Auswirkungen auf die kognitive Entwicklung von Kindern. Er erkannte, dass Schach die Fähigkeit fördert, abstrakt zu denken und komplexe Probleme zu lösen. Kinder, die Schach spielen, lernen, verschiedene Optionen zu evaluieren, bevor sie eine Entscheidung treffen, und sie lernen auch, strategisch und taktisch zu denken.
Das Schachwochenende war somit sinnvoll und bereichernd.

Bericht von Jairo González

Chess960-Premiere

Auf Initiative von Robin versuchten wir uns erstmals in der Spielvariante Chess960. Trotz Erkältungswelle kam mit 10 Spielern ein respektables Feld zusammen. Wie erwartet, ergaben sich ungewöhnliche Ausgangsstellungen, aus denen sich im Laufe der Zeit mehr und mehr "normale" Schachpartien entwickelten. Manche Eigenheit der Figurenaufstellung wirkte aber noch sehr lange nach. Ein "normales Fianchetto" mit b2-b3 und Läufer auf b2 bei gleichzeitiger c-Rochade sieht für den König ganz sicher aus. Ein Springer auf a1 findet dann aber kaum ins Spiel. Andererseits ist ein Turm auf der Grundreihe nicht wirklich gedeckt, wenn die Figur auf a1 schon immer ein Läufer war.
Hier und da verleiteten die ungewohnten Bilder zu besonders kreativen Angriffen. Position 371 ermöglicht beiden Seiten, schon im ersten Zug zu rochieren, wonach man zwei Türme auf den zentralen Linien hat.

Für Experten: Das Los fiel auf die Stellungen 401, 371, 247 und 850. Diese wurden jeweils doppelrundig ausgespielt.

Nach spannendem Verlauf feierte unser neues Mitglied Joram Gmeiner gleich einen ersten Turniersieg.

Pl. Name R1 R2 R3 R4 M-P B-P
1. Joram Gmeiner 9 31 52 72 7
2. Jan Holger Neuenbäumer 81 61 102 3 6
3. Robin Toebs 72 11 62 2½ 5
4. Aram Azarvash    9 71 51 4
5. Thomas Glatthor 61 82 10 41 44
6. Henry Oelmann 51 21 30 92 44
7. Viktor Le May 30 102 41 10 33
8. Thomas Binder 21 50 90 102 33
9. Thore Surburg 1½ 4½ 82 60 23
10. Ziad Gornasa    70 20 80 00

(Die Platzierung von Aram vor Thomas und Henry ergibt sich daraus, dass er erst zur zweiten Runde einstieg und somit ein positives Verhältnis der kleinen Punkte aufweist.)

Die Teilnehmer waren sich einig, dass dieses interessante Experiment eine Fortsetzung erfahren sollte, gern auch im Gewand einer offiziellen Meisterschaft.

Training Februar 2023

Training im "Schaufenster des Schachspiels"

Erstmals nach unserem Umzug begrüßten wir IM Atila Figura zu einem anspruchsvollen Trainingsvortrag. Aufmerksam und angespannt verfolgten wir seine sehr instruktiven Beispiele zu Endspielen mit beiderseitig zwei Springern und einem Läufer. Dabei ging es vor allem um das Ausnutzen statischer Schwächen. Wie immer forderte uns der Trainingsabend über zwei Stunden alles ab, doch erneut konnten Spieler jedes Erfahrungsstandes wichtige Erkenntnisse mitnehmen. Mit 24 Teilnehmern wurde eine Rekordbeteiligung verzeichnet.

Unser Mann für die kurzen Turniere

Jairo Wenn Jairo ankündigt, dass er am nächsten Wochenende zu einem Turnier in Vierergruppen in die nähere oder weitere Umgebung reist, kann man für den Samstagnachmittag eine Erfolgsbotschaft einplanen. So auch beim 5. DWZ-Cup des SC Mecklenburger Springer. Erneut konnte Jairo das Turnier in seiner Gruppe überzeugend gewinnen. Nun ja – irgendwann erreicht auch die DWZ seine wirkliche Spielstärke, dann werden die Siege schwerer.

Willkommen bei uns

Unser Verein wächst weiter: Als neues Mitglied der Schachfreunde Siemensstadt begrüßen wir Joram Gmeiner. Nach einigen Wochen engagierter Teilnahme an unseren Trainingsabenden hat er sich jetzt zum Beitritt als aktives Mitglied entschieden.

Tandem-Turnier mit 3½ Tandems
PlatzTeam123Punkte
1.Robin Toebs / Maxim KhutkoXXX3 : 13 : 16
2.Henry Oelmann / Ansgar Eckner1 : 3XXX3 : 14
3.Kai Tonke / Uladzimir Khutko / Platon Ermolaev1 : 31 : 3XXX2

Traditionell auf Initiative des Jugendsprechers luden wir am 17. Februar zu einem internen Tandemturnier. Mit 3½ Teams blieb die Beteiligung etwas hinter unseren Erwartungen zurück. Dafür wurde bei ernsthafter Turnieratmosphäre gutes und spannendes Tandem-Schach geboten.

Jairo

Januar 2023

Achim bei der Seniorenmeisterschaft

Einziger Siemensstädter bei der 39. Offenen Berliner Seniorenmeisterschaft war unser Vorstandsmitglied Achim Schilly. In dem sehr stark besetzten Feld erreichte Achim nach vier Punkte aus neun Runden. Damit bestätigte er seine aktuell gute Form und erfüllte die Setzlisten-Erwartung.

Jairo mit Turniersieg in Kiel

Wie er 2022 beendete, so startet Jairo González (Foto links) erfolgreich ins neue Jahr. Beim 3. DWZ-Cup in Kiel wurde er Gruppensieger und kann seine Wertungszahl erneut deutlich verbessern. Er gewann in der sechsten von zwölf Gruppen all seine Partien. Schon im Vorjahr war Jairo bei einem ähnlichen Turnier in Mecklenburg erfolgreich.
Diese Turniere mit Vierer-Gruppen annähernd gleichstarker Spieler kommen mit einem Tag Spielzeit aus und bieten dennoch vollwertiges Turnierschach. Das Konzept wird offenbar gut angenommen.